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Landes-Jugendring MV : Wo bleibt das Geld der Jugendsammlung?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landes-Jugendring weiß es nicht genau

von
erstellt am 17.Dez.2014 | 07:53 Uhr

Seit 22 Jahren sammeln Mädchen und Jungen im Land bei den Jugendsammlungen des Landesjugendrings für eigene Projekte. In diesem Jahr sind bei der Aktion vom 22. September bis 12. Oktober immerhin 36 000 Euro zusammengekommen, das zweitbeste Resultat überhaupt. „Wir sind jedes Jahr beeindruckt vom Erfolg der Jugendsammlung. Das Engagement in eigener Sache lohnt sich“, lobt Jugendring-Geschäftsführer Friedhelm Heibrock. 561 000 Euro waren es in den ganzen 22 Jahren insgesamt.

Doch beim Gros des Geldes ist dem Landesverband gar nicht bekannt, wofür es überhaupt verwendet wird. „Wir wissen nicht, was mit dem Geld geschieht“, bekennt Andreas Beck, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. „Das Geld geben die Vereine für Projekte aus.“ Welcher Art die Projekte sind, vermag Beck nicht zu beschreiben. Die Projekte und auch die Transparenz darüber liege in der Verantwortung der Vereine. „Wir wollen das den Jugendlichen nicht vorschreiben. Wir fordern keine Rechenschaft.“

70 Prozent der Spenden, die die Jugendlichen von Haustür zu Haustür sammeln, fließen den Vereinen und ihren Projekten direkt zu. Dafür erhalten sie vom Landesverband Sammellisten und Sammelausweise. „Ein Weg ohne komplizierte Antragsverfahren an mehr Geld für Jugendprojekte zu kommen“, wirbt der Verband, und spricht von „selbstbestimmter Jugend- und Verbandsarbeit“. 35 Vereine haben sich in diesem Herbst an den Sammlungen beteiligt. Beck berichtet weiter, dass 30 Prozent der Gelder dem Jugendring zufließen, der damit die Jugendleiter-Cards finanziert und verwaltet, Broschüren, Ferienkalender druckt oder auch Mitarbeiter qualifiziert.

 

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