Widerstand : Wismar erhebt ab April Bettensteuer

Wie Schwerin erhofft sich auch Wismar Zusatzeinnahmen von rund 350 000 Euro im Jahr durch die Bettensteuer.
Wie Schwerin erhofft sich auch Wismar Zusatzeinnahmen von rund 350 000 Euro im Jahr durch die Bettensteuer.

svz.de von
01. April 2015, 12:00 Uhr

Die Einführung der Bettensteuer auch in Wismar trifft in der Wirtschaft der Region auf Widerstand. Neben grundsätzlichen Bedenken äußerte der Schweriner IHK-Präsident Hans Thon gestern Kritik am Zeitplan. Erst am vergangenen Donnerstag habe die Bürgerschaft der Hansestadt die Übernachtungssteuer beschlossen, schon von diesem Mittwoch an solle sie erhoben werden. „Diese kurze Fristsetzung ist leider kein Aprilscherz und führt bei den Unternehmen in Wismar zu großer Irritation“, erklärte Thon. Vom 1. April an müssen Beherbergungsunternehmen eine Steuer in Höhe von fünf Prozent des Übernachtungspreises an die Hansestadt abführen.

Als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern hatte im Vorjahr das hochverschuldete Schwerin gegen massive Widerstände aus Wirtschaft und Politik eine solche Bettensteuer eingeführt. Der Antrag war vom Innenministerium im zweiten Anlauf genehmigt worden. Dies galt als Grundsatzentscheidung, so dass andere Kommunen im Land eine solche Genehmigung nicht mehr benötigen.

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