Metropolregion Hamburg : Zuwachs in der Metropolregion

Metropolregion Hamburg: Die neu dazugekommenen Bereiche.
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Metropolregion Hamburg: Die neu dazugekommenen Bereiche.

Die Metropolregion Hamburg wird noch größer: In den kommenden Jahren muss die Zusammenarbeit für die Wirtschaft und Wissenschaft ausgeweitet werden. Für MV würden sich in dem Regionenverbund große Chancen ergeben.

svz.de von
22. Juni 2012, 10:40 Uhr

Wismar | Die Metropolregion Hamburg wird noch größer: Die bislang auf gemeinsame Planungsprozesse ausgerichtete Zusammenarbeit der Regionen zwischen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust, Cuxhaven, Lüneburg und Segeberg in den vier norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen müsse in den kommenden Jahren auf die Wirtschaft und Wissenschaft ausgeweitet werden, forderte der neue Staatskanzleichef Christian Pegel bei einem Unternehmerforum der Industrie- und Handelskammer Schwerin am Mittwochabend in Wismar. Die Landkreise Nordwestmecklenburg und der Altkreis Ludwigslust waren Ende April in Deutschlands drittgrößte Metropolregion mit insgesamt fünf Millionen Einwohnern aufgenommen worden.

Für MV würden sich in dem Regionenverbund große Chancen ergeben, erklärte Pegel. So stünden im Nordosten beispielsweise für die Ansiedlung neuer Investoren ausreichend Flächen zur Verfügung, die Hamburg in vielen Fällen nicht mehr sicherstellen kann: "Die Wirtschaft muss gemeinsam auftreten, damit Mecklenburg-Vorpommern wahrnehmbar wird." MV spiele in der Metropolregion auch bei der regional organisierten Versorgung mit erneuerbaren Energien eine große Rolle und könne den Einwohnern im industriell geprägten Ballungsraum Hamburg als mit touristischen Angeboten grüne Oase dienen. Pegel zufolge sei MV auch in dem neuen Modelprojekt zu demografischen Veränderungen in der Metropolregion Zugpferd. Das Problem stehe vor allen Regionen, sagte Pegel. An den in MV gesammelten Erfahrungen und erarbeiteten Strategien hätten inzwischen auch schon andere Länder Interesse angemeldet.

Um auch im internationalen Wettbewerb wahrgenommen zu werden müsse sich Westmecklenburg in der Metropolregion einbringen, forderte Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse: "Die Welt ist an der Landesgrenze nicht zu Ende." Mit der jetzt auf Nordwestmecklenburg und Ludwigslust erweiterten Metropolregion gelinge es dem Ballungsraum noch besser, die internationale Sichtbarkeit der Region zu stärken, warb Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion bei den Unternehmern um eine stärkere Zusammenarbeit in der Region. Derzeit werde im Regionenverbund beispielsweise ein Leitprojekt erarbeitet, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzutreten. Impulse erhoffe sich die Metropolregion zudem von der im November in Boltenhagen ausgerichteten Regionalkonferenz zum Thema Tourismus.

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