zur Navigation springen

Zurück an den Tisch

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2010 | 06:27 Uhr

Schwerin | Die unterbrochenen Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe im Nordosten werden wieder aufgenommen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) MV rechnet mit einem Termin im kommenden Monat, sagte gestern auf Nachfrage Präsident Guido Zöllick. Auch der Verhandlungsführer der Gewerkschaft NGG, Gunther Kenk, bestätigte, dass man sich nach der zerfahrenen Situation der vergangenen Wochen wieder an einen Tisch setzen wolle.

Vorausgegangen war dem ein Vorstoß von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU), der die beiden Parteien am Donnerstag zu einem Gespräch eingeladen hatte. Ein Sprecher Seidels bestätigte gestern, dass es dabei gelungen sei, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Die unterschiedlichen Positionen hingegen haben sich offenbar nicht angenähert: So bleibt die NGG bei ihrer Forderung nach 1300 Euro Bruttogehalt für eine Fachkraft, sagte Kenk. Im Bundesländervergleich seien die derzeitigen Löhne am untersten Ende. "Es geht nicht, dass wir touristisch die beste Qualität leisten, bei den Löhnen aber die letzten sind", betonte der Gewerkschafter. Zielstellung der NGG sei es jetzt, einen Stufenplan abzuschließen, mit dem man sich dem Niveau auf Bundesebene annähere. Laut Kenk würde das Angebot der Arbeitgeberseite bedeuten, dass die Bruttolöhne von derzeit 1109 Euro auf gerade mal 1164 Euro steigen.

"Die von uns angebotenen fünf Prozent Steigerung sind schon sehr, sehr hoch", entgegnete Dehoga-Präsident Zöllick. Dies sei an der Schmerzgrenze dessen, was leistbar sei. Auch werde die Buchungslage nicht besser und dieses Jahr wohl stagnieren oder sogar zurückgehen. Zöllick unterstrich zudem, dass die Dehoga auch angeboten habe, den Einstiegslohn um 13 Prozent zu erhöhen und das Entgelt für Azubis im ersten Lehrjahr um 30 Prozent anzuheben. Ähnlich hoch seien die Angebote für die beiden anderen Lehrjahre: "Damit bewegen wir uns im bundesdeutschen Mittelfeld."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen