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Gutes von hier : XXL-Ameise macht Kinder fröhlich

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Eine kleine Firma in Domsühl lässt Kinderträume wahr werden: Klettermax steht für maßgeschneiderte Spielgeräte und Freizeitanlagen

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 11:55 Uhr

Als das blaue Ufo aus glasfaserverstärktem Kunststoff  mit den krummen Metallbeinen erfolgreich auf dem Spielplatz in Geesthacht aufsetzte, herrschte nicht nur bei den Kindern helle Aufregung: Auch für die Spielplatzgerätebauer aus Domsühl bei Parchim war diese Konstruktion mal wieder eine Feuertaufe, die sie mit Bravour bestanden:  Viele Wochen hatten sie  in bewährter Zusammenarbeit mit der Designerin  Anke Meixner aus Testorf in Nordwestmecklenburg an dem fünf Meter breiten und drei Meter hohen Kletterteil getüftelt. Es sieht aus wie ein halbes Papp-Osterei in XXL-Format. Und das Beste daran: Es lässt sich von allen Seiten entern.

Seit nunmehr 21 Jahren macht die kleine Firma „Klettermax“ mit maßgeschneiderten Spielplatzgeräten und Freizeitanlagen Kinderträume wahr. Schaukeln, Sandkästen, Geräte zum Schwingen und Balancieren, federnde Marienkäfer Ponys und Leoparden, Seilbahnen, Spielhäuser, Kletterparcours, Burgen für kleine Piraten, komplett gestaltete Spielplatzanlagen mit allem Drum und Dran  „Made by Klettermax“ stehen bei den Kids hoch im Kurs – egal ob sie in Hannover oder Lütjenburg  zu Hause sind, ob sie in Hamburg, Crivitz, Dalberg  oder Ludwigslust zur Schule gehen oder einen Kindergarten besuchen.    Lübecker  Kinder lieben ihren neuen Afrika-Spielplatz mit den vielen Ecken und Nischen, den fröhlichen Holztieren und den großen Kunststoffschirmen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Schon in wenigen Tagen verlassen wieder zwei Neuanfertigungen den Domsühler Handwerksbetrieb: Für die jüngsten Krabbler aus  Schwerin steht  eine wippende Ameise zur Auslieferung bereit. Das Holzschiff geht bald auf einem Kieler Spielplatz vor Anker. 

Demnächst ist in Domsühl   Baustart für eine  „Kletterkistenanlage“. Sie ist für die Landesgartenschau 2015 in Landau (Rheinland-Pfalz) bestimmt, damit auch kleine Noch-Nicht-Gärtner hier auf ihre Kosten kommen. Bereits im Mai soll ein Klettermax-Spielplatz in Hannover eingeweiht werden. Auftraggeber für solche Projekte sind in der Regel Kita-Träger oder Kommunen.  Eine Kreisverwaltung ließ seit Dezember bei „Klettermax“  sieben überdachte Rasthütten anfertigen, die künftig Radlern entlang eines Wanderweges auf Rügen Schutz bieten sollen. 

Verarbeitet werden  in Domsühl vor allem die witterungsbeständige Lärche, ein natürliches Material, das sich schon bei Generationen von Kindern bewährt hat, Robinienholz, Stahl feuerverzinkt, Edelstahl sowie farbig beschichteter Kunststoff.

Vor 21 Jahren haben Wolf-Kersten Freytag und Michael Frick ihr Berufsleben noch einmal umgekrempelt und sich selbstständig gemacht: Ihre Erfahrungen in der Metallbranche wollten die beiden Parchimer  nun nutzen, um tolle Orte und Möglichkeiten zu erschaffen, an denen Kinder nach Herzenslust toben, klettern, hangeln, rutschen oder kippeln können.     Kurz nachdem sie  1993 in  drei Garagen in Parchim durchgestartet waren, kam  das Angebot aus dem 15 Kilometer entfernt liegenden Domsühl,  sich  im   dortigen Gewerbegebiet anzusiedeln. „Den Winter haben wir bereits in der neu gebauten, noch nicht ganz fertigen Halle produziert“, erinnern sich die beiden Unternehmer an die bescheidenen Anfänge.  Innerhalb von ca. vier Jahren hatten sie  ihre angepeilte Betriebsgröße von durchschnittlich 14 bis 15 Leuten erreicht und daran wollen sie auch weiter festhalten. Alle  Mitarbeiter wohnen so  wie Andreas Engelhard, gelernter Stahlbauer und seit 20 Jahren im Betrieb tätig, in Domsühl oder in der Nähe ihres Arbeitsortes. Drei Teampartner pflegen  zudem im Außendienst den engen Kontakt zu den Kunden  vor allem in ganz Norddeutschland.  Zweimal wurde in den zurückliegenden fünf Jahren in die Erweiterung des Firmenstandortes investiert: 2009 wuchs die Holz- und Montagehalle um ca. 200 Quadratmeter auf die doppelte Fläche. Vor zwei Jahren wurde die Stahlbauhalle vergrößert und eine Kranbahn eingebaut, was die Arbeit ungemein erleichtert.

Stünden die beiden „Klettermax“-Gründer heute noch einmal vor der Entscheidung, sie würden ihren unternehmerischen Weg wieder ganz genauso beschreiten: „Es ist schon ein großes Geschenk, eine Arbeit machen zu dürfen,  die einen so ausfüllt und so viel Freude bringt“, ist Wolf-Kersten Freytag  (60) ehrlich.  Mittlerweile wächst die nächste Spielplatzgeneration auch   in  der eigenen Familie  heran:  Enkelin Emma (8) hat ihren Opa sogar schon auf Arbeit besucht und kann ganz genau berichten, was der  für einen tollen Job  macht. Das jüngste seiner drei  Enkelkinder erblickte vor sechs Wochen das  Licht der Welt. Zwei Wochen zuvor verkündete bereits  Michael Frick die Geburt seines ersten Enkelsohnes.

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