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Waren : Wurstfabrik schließt: 140 Jobs weg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Produktion in Werk in Waren endet im Sommer

Der Fleischverarbeiter Heinrich Nölke GmbH (Versmold/NRW) schließt sein Werk am Standort Waren (Müritz), wie ein Sprecher der Heinrich Nölke GmbH & Co. KG  am Sonnabend erklärte. Damit verliert Mecklenburg-Vorpommern eines seiner  größten Fleischverarbeitungswerke. In dem Werk arbeiten nach Angaben der Firma rund 140 Mitarbeiter, die am Freitag in einer Belegschaftsversammlung über die Schließungspläne informiert worden seien. Der Betrieb soll Ende Juli 2015 schließen.

Die Schließung durch Nölke erfolgt trotz des Verkaufs seiner Werke an die Zur-Mühlen-Gruppe (Böklund/ Schleswig-Holstein), hieß es von der Zur-Mühlen-Gruppe. Die Übernahme war im Dezember bekanntgegeben worden und sei inzwischen durch das Bundeskartellamt genehmigt. „Wir wissen seit längerer Zeit, dass ungeachtet des Eigentümerwechsels die Situation des Unternehmens Nölke und der einzelnen Standorte prekär ist“, teilte Nölke-Sprecher Jan Dermietzel mit. Eine Weiterführung der Aktivitäten wie bisher würde diese Situation noch weiter verschlimmern und das gesamte Unternehmen könnte in Gefahr geraten. Weitere drei Werke betreibt Nölke in Versmold (Nordrhein-Westfalen) und Wusterhausen (Brandenburg).   Der Standort Waren, wo unter anderem die Geflügelmarke Gutfried produziert wird, sei in der jetzigen Form nicht überlebensfähig, erklärte der Nölke-Sprecher. „Das ist eine sehr schlimme Situation“, sagte Warens Bürgermeister Norber Möller (SPD).

Das Fleischverarbeitungswerk in Waren war 1977 in dieser Größe entstanden. Nölke hatte die Firma von der Treuhand 1991 übernommen und modernisiert. Neben Geflügelwurst werden zu 60 Prozent Bock- und Bratwurst sowie Wiener Würstchen für In- und Ausland sowie weitere Wurstsorten produziert. Die Produktion betrug zuletzt rund 5200 Tonnen Fleischprodukte im Jahr, den Umsatz in Waren gab Nölke mit rund 21 Millionen Euro im Jahr an.

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