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Woher die Wurst kommt?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Herkunft eines Lebensmittels ist nur schwer zu ermitteln: Wenn überhaupt, geben oft nur Codes Hinweise auf das Herkunftsland und den Betrieb

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 16:06 Uhr

Neun von zehn Verbrauchern möchten über die Herkunft der wichtigsten Zutaten in ihren Lebensmitteln Bescheid wissen. Das ergab eine Umfrage der Verbraucherorganisation Foodwatch. Verbraucher können sich an Angaben auf der Verpackung halten – die aber meist nicht alles verraten. Das Portal lebensmittelklarheit.de der Verbraucherzentralen listet Beispiele auf:

Kalbfleisch

Bei frischem Kalb- und Rindfleisch müssen die Verbraucher über die Herkunft informiert werden. Das entfällt, wenn das Fleisch verarbeitet wurde – also schon, wenn etwa nur Salz hinzugegeben wurde.


Eier

Eier müssen mit einem zehnstelligen Code aus Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet werden – auf dem Produkt und dem Karton. Die erste Ziffer des Codes beschreibt, wie die Henne gehalten wird. Danach kommen zwei Buchstaben für das Herkunftsland – DE für Deutschland. Die folgende siebenstellige Nummer ist die Nummer des Legebetriebs und des Stalls.

Obst und Gemüse

Bei vielen frischen Obst- und Gemüsearten muss das Ursprungsland genannt werden – ausgenommen sind Früh- und Speisekartoffeln, frische Bananen, Oliven.

Lebensmittel

Wo Lebensmittel mit tierischen Produkten aus Fleisch, Milch, Ei und Fisch produziert und verpackt wurden, geben Identitätskennzeichen auf der Verpackung an. Der Code in dem ovalen Zeichen informiert über das Herkunftsland – DE für Deutschland. Links in der Mitte ist das Bundesland vermerkt. Die Codes lassen sich über die Internetseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entschlüsseln.

Herkunftszeichen

Trägt ein Produkt wie der Schwarzwälder Schinken das Siegel geschützte geografische Angabe, heißt das nicht, dass die Schweine aus dem Schwarzwald stammen. Das gilt nur beim Logo geschützte Ursprungsbezeichnung.

Regionalware

Orientierung bei regionalen Waren gibt das blaue „Regionalfenster“. Es zeigt u. a. an, woher die Hauptzutat eines Produktes stammt.

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