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Wirtschaft : Wirtschaftsjunioren entdecken Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wirtschaftsjunioren aus dem gesamten Hanseraum beraten erstmals in MV und erleben die Tourismusregion Nummer eins

von
erstellt am 06.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Schwerin ist erstmals Gastgeber der Hanseraum-Konferenz. 475 Jungunternehmer aus dem gesamten norddeutschen Raum werden hier in den nächsten Tagen mit hochrangigen Vertretern von Politik und Wirtschaft diskutieren, selbst Netzwerke knüpfen und zugleich die Tourismusregion Nummer eins entdecken. Die Wirtschaftsjunioren sind ein Zusammenschluss von Unternehmern und Führungskräften im Alter bis 40 Jahren. Ihr bundesweites Netzwerk mit 215 Kreisverbänden zählt mehr als 10 000 Mitglieder.

Der Auftakt der Konferenz war ganz nach dem Geschmack der jungen Unternehmer. Im Konzertfoyer des Staatstheaters begrüßte Ministerpräsident Erwin Sellering die Firmenchefs launig, sympathisch und staatsmännisch zugleich. „Als ostdeutsches Bundesland haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten einen beispiellosen Aufholprozess bewältigt. Vieles von dem, was wir erreicht haben, gelang dank der intensiven Zusammenarbeit im gesamten Norden. Dieses gemeinsame Engagement macht uns stark“, betonte Sellering. Er stellte Mecklenburg-Vorpommern als innovatives, kreatives und zukunftsfähiges Land vor. Am Beispiel der Landwirtschaft und der erneuerbaren Energien machte er den Prozess gewaltiger Veränderungen in der Wirtschaft des Landes seit der Wende deutlich.

Darüber wurde dann auch in der Podiumsdiskussion gesprochen. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow berichtete von der jüngsten Grundsteinlegung im Schweriner Industriepark durch die Zim Flugsitz GmbH und erzählte, wie die Enttäuschung vor 15 Jahren über die Absage von BMW, in Schwerin zu investieren, der Freude gewichen ist über die vielen anderen Neuansiedlungen, die folgten: von Flamm Aerotech über Nestle bis hin zum Flugzeugsitze-Hersteller. Denn die brachten mehr als 1000 Arbeitsplätze. Gramkow rührte auch gleich die Werbetrommel: „Wir haben dort noch viele Hektar Fläche zur Verfügung“, sagte sie den Jungunternehmern.

Im Podium diskutierten zudem – charmant moderiert von Journalistin Dörthe Graner – IHK-Präsident Hans Thon, Ulrike Brouzi von der Nord LB, Alexander Hornung, Sprecher der Hanseraum-Wirtschaftsjunioren und Norbert Rethmann, Gründer des Abfallentsorgungskonzerns Remondis und jahrelang ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Kobrow bei Sternberg. Sehr spannend: seine Sicht von unternehmerischer Verantwortung.

Auf dem Programm der Hanseraumkonferenz stand aber noch viel mehr: Die Schülerfirma „school fashion“ des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wismar wurde als beste norddeutsche Schülerfirma ausgezeichnet. Interessierte Wirtschaftsjunioren bekamen Volleyball-Unterricht vom Bundestrainer der Volleyball-Damen, konnten sich im NDR-Landesfunkhaus umschauen, mit Geocaching die Stadt entdecken oder Firmen besuchen.

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