Bildung MV : Wirtschaft kritisiert zu starke Zentralisierung der Berufsschulen

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Der starke Rückgang der Schulabgänger kommt als Nachwuchsmangel bei den Firmen an. Trotzdem dürfe die Berufsausbildung nicht adäquat zusammengestrichen werden

svz.de von
28. September 2015, 21:00 Uhr

Die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern  kritisieren die von Land und Schulträgern geplante  starke Zentralisierung der Berufsschulen. „Es wird immer schwieriger für Firmen, Auszubildende zu bekommen, deshalb dürfen nicht alle Strukturen zurückgebaut werden“, sagte gestern Torsten Haasch als Hauptgeschäftsführer der IHK in Neubrandenburg. Von den 142 Ausbildungsberufen würden 50 Prozent nur noch an einem Standort im Land gelehrt. Es falle Firmen im Osten schon sehr schwer, Nachwuchs zu bekommen, wenn die theoretische Ausbildung nur noch im Westen des Landes angeboten werde. Die Landesregierung plane, die derzeit 27 Berufsschulen bis zum Schuljahr 2017/18 zu 13 regionalen Bildungszentren zusammenzufassen.

Haasch und Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kündigten an, die derzeitige Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ bis Ende 2016 weiterzuführen. Künftig will man verstärkt Abiturienten und Studienabbrecher für duale Ausbildungen gewinnen. Im Nordosten haben laut Glawe derzeit noch 1950 junge Menschen keine Ausbildungsstelle, es gebe aber rund 3500 offene Lehrstellen.

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