Händler unzufrieden : Winterschlussverkauf durchwachsen gelaufen

Der Schlussverkauf lief für die Händler nicht optimal.
Der Schlussverkauf lief für die Händler nicht optimal.

von
08. Februar 2014, 09:00 Uhr

Mit einer durchwachsenen Bilanz geht heute der diesjährige Winterschlussverkauf zu Ende. Nach der ersten Woche hatten die Händler teilweise über den geringen Zuspruch geklagt. „Es ist in der zweiten Woche ein bisschen kälter geworden, es sind Ferien, und Ende Januar sind die Gehälter ausgezahlt worden“, sagte die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Nord, Monika Dürrer. Das seien ganz gute Voraussetzungen für etwas vollere Innenstädte und Einkaufszentren gewesen. Die Menschen hätten sich noch einmal mit warmen Sachen ausgerüstet, die auch noch für den nächsten Winter herhalten können. „Das reichte aber nicht zum großen Hurra-Schreien“, bedauerte Dürrer.

Prinzipiell sei unsicher, wie lange es den Schlussverkauf noch geben wird. Es wird immer Reduzierungszeiten geben, zeigt sich Dürrer sicher. Etwa wenn das Wetter dauerhaft umschlägt oder die Urlaubssaison zu Ende geht. Heute würden die Schlussverkäufe nur noch als Höhepunkt der Rabattjagd betrachtet. „Es wird irgendwann auslaufen und diese Rhythmen werden stärker mit Sortimentwechsel zu tun haben.“

Es sei schon seit Längerem zu beobachten, dass es im Handel keine starken Wachstumsraten mehr gibt. „Er ist aber trotzdem konstant der Rücken der Binnenwirtschaft“, sagte Dürrer. Nach einem mäßigen Jahresverlauf 2013 mit einer schwarzen Null, werde auch 2014 mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Dabei werden die Wachstumstreiber der Lebensmittel- und Internethandel sein.

Zur Zeit würden im Internet noch etwa neun Prozent des Umsatzes generiert. Aber in dieser Teilbranche sei eine Dynamik, die zu einem Struktur- und Bewusstseinswandel führe. Der E-Commerce sei zu großen Teilen noch geprägt von Bestellungen, die zu einer großen Zahl von Rücksendungen führen, sagte Dürrer. „Dies bringt den Internethändlern zwar viel Umsatz, aber nicht unbedingt Gewinn.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen