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Quote steigt auf 13,2 Prozent : Winterbedingt wieder mehr Arbeitslose

vom

Trotz relativ milder Temperaturen ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im Januar wieder gestiegen. Der Anstieg fiel aber moderater aus als in den Vorjahren. Zudem wurden unerwartet viele freie Stellen gemeldet.

Typisch Winter –  trotz relativ warmer Temperaturen in der ersten Januarhälfte ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern wieder angestiegen. Im Januar waren 11 500 Menschen mehr arbeitslos als im Monat zuvor, insgesamt 111 600, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gestern in Kiel mitteilte. Im Herbst waren es deutlich unter 100 000, das Rekordtief war im September mit 88 200 Erwerbslosen erreicht worden. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar auf 13,2 Prozent.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern liegt damit im Ländervergleich wieder an letzter Stelle vor Sachsen-Anhalt und Berlin. Der Lichtblick: Im Vergleich zum Januar 2013 waren aktuell 3900 Menschen weniger ohne Job, die Quote lag um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, sagte: „In den Tourismusregionen des Landes sowie im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau verzeichnen wir den saisonal typischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Allerdings zeigen die Daten: Der bisher milde Winter bremst den Anstieg der Arbeitslosigkeit.“

Im März rechnet sie wieder mit weniger Erwerbslosen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren habe sich schon jetzt überproportional verringert: Ihre Zahl sei im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent auf 9100 gesunken.

Überrascht wurde die Regionalagentur von hohen Stellenzugängen im Januar. 3100 sozialversicherungspflichtige Stellen seien gemeldet worden – 482 oder 18,2 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2013 seien es sogar 505 mehr. Besonders der Handel, das Gast- sowie das Baugewerbe suchen Personal.

Arbeitsministerin Birgit Hesse (SPD) sieht in dem Zuwachs von fast 20 Prozent an sozialversicherungspflichtigen Stellen im Vergleich zum Januar 2013 einen wichtigen Indikator für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. 2013 hätten sich die Bereiche Gesundheit und Soziales als Motor für die Beschäftigung erwiesen. Gerade Alten- und Krankenpfleger würden gesucht. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte, es müsse künftig besser gelingen, dass mehr Menschen in Beschäftigung über die kalten Monate kommen und sich gar nicht erst arbeitslos melden müssen.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, wies darauf hin, dass die Zahl der offiziell arbeitslosen Jugendlichen unter 20 Jahre den vierten Monat in Folge über dem Vorjahreswert liege.

Auch die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen sei gewachsen.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 15:46 Uhr

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