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Ausbau alternativer Energien : Windräder auf Binnenseen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gibt es bald auch Windmühlen auf den Binnenseen? Einen entsprechenden Beschluss fällten laut Informationen von OZ, SVZ und NDR gestern Abend die Koalitionäre in Berlin. Schon heute um zehn Uhr findet in Schwerin an der Schleifmühle eine symbolische Grundsteinlegung mit den Investoren von InShore Croatia statt.

Überraschende Entwicklung bei der Energiewende: Mit einer Entscheidung der Bundesregierung, die gestern Abend in mehrstündiger Sitzung zwischen CDU und SPD gefällt wurde, ist es Windenergie-Unternehmen künftig erlaubt, auch In-Shore-Anlagen zu bauen – also Windenergieanlagen auf Binnenseen.

Nach Informationen eines Recherchepools der Ostsee-Zeitung, des NDR und der Schweriner Volkszeitung sind die ersten Pläne für die Müritz und den Schweriner See bereits fertig. Eine Sprecherin der Bundesregierung sagte, dies sei ein Durchbruch bei der Energiewende.

Das Unternehmen InShore Croatia will mehrere Millionen Euro investieren. Bis zu 100 Anlagen sollen auch in anderen Seen gebaut werden. Möglich sind sie auf Wasserflächen größer als drei Quadratkilometer. Für kleinere Flächen soll es Ausnahmegenehmigungen für die bis zu 80 Meter hohen Propelleranlagen geben.

Nach unseren Informationen will Bundeskanzlerin Angela Merkel heute beim Energiegipfel in Berlin die Ministerpräsidenten über Details informieren. Die In-Shore-Anlagen sollen die Off-Shore-Anlagen auf der Ostsee ergänzen. Die Bundesregierung hatte die Pläne bisher nicht veröffentlicht. Sie befürchtet Proteste von Anwohnern, Naturschützern und auch der Länder. Jetzt soll es schnell gehen. Ein Windkraftbeschleunigungsgesetz ist schon morgen im Bundeskabinett. Planungsverfahren dauern dann nur Monate.

Zusätzliche Inhalte und Informationen: www.inshoreinc-croatia.com
 

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erstellt am 01.Apr.2014 | 07:13 Uhr

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