Freier Horizont : Windparks in der Diskussion

Offshore-Windpark Baltic 1
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Offshore-Windpark Baltic 1

Aktionsbündnis „Freier Horizont“ mit Abstandsregelungen noch unzufrieden

svz.de von
28. Juli 2015, 21:00 Uhr

Nach der drastischen Reduzierung der Pläne zur Offshore-Windenergie habe sich aus Sicht des Tourismus und der Küstenanwohner das künftige Landschaftsbild im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen verbessert, sagte der Vorsitzende des Netzwerks Windenergie, Andree Iffländer.Den Plänen zufolge sollen vor Warnemünde und Vitte auf Hiddensee Windparks entstehen, Baltic 1 vor Fischland-Darß-Zingst soll erweitert werden. Der geringste Abstand einer Anlage zur Küste werde mit 11,2 Kilometern vor Warnemünde sein, sagte Iffländer.

Für den Vorsitzenden des Aktionsbündnisses „Freier Horizont“, Norbert Schumacher, ist das nicht akzeptabel. 20 Kilometer wäre der Mindestabstand zur Küste: „Aber das wäre immer noch ein Kompromiss.“ Prinzipiell sei die Ostsee ungeeignet für Windparks, sie sei zu klein. Ziel des Bündnisses ist es, den Abstand von Windrädern zu Wohnhäusern und Küste zu vergrößern. Sie solle das Zehnfache der Höhe einer Anlage betragen. Das wären etwa 2000 Meter.

Bei den ursprünglich geplanten Windparks der ersten Beteiligungsstufe lag der Abstand bei sechs Kilometern. Dies hatte zu einer Protestwelle geführt. Letztlich hatte die Landesregierung nach Einwänden aus Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und Naturschutz die Pläne geändert. Derzeit läuft eine zweite Beteiligungsstufe, noch bis zum 30. September können Einwände vorgebracht werden.

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