Milliarden-Investitionen : Windmüller lösen Bauboom auf See aus

windparks_auf_hoher_35350231

50Hertz, Iberdrola, EnBW: Konzerne investieren vier Milliarden in der Ostsee

svz.de von
18. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Aufwind für die Energiewende: Beim Umstieg auf Öko-Strom stehen in MV Investitionen von etwa vier Milliarden Euro unmittelbar bevor. Der Netzbetreiber 50Hertz will ab 2015 für eine Milliarde Euro 90 Kilometer Seekabel für den Anschluss von Windparks vor Rügen verlegen. Die Verlegung in 1,5 Meter unter dem Meeresboden sei jetzt beantragt worden, teilte 50Hertz gestern mit. Das Kabel soll den Strom von See zu den Überlandleitungen an Land am Energiestandort Lubmin bringen.

Inzwischen hat der spanische Energieversorger Iberdrola auch mit der Auftragsvergabe für den Bau des 1,5 Milliarden Euro teuren dritten Offshore-Windparks „Wikinger“ nordöstlich vor Rügen begonnen. Nach der Einigung in der Großen Koalition in Berlin werde das Projekt vorangetrieben, sagte Iberdrola-Deutschlandchef Jürgen Blume gestern gegenüber unserer Redaktion. 2015 solle mit den Vorbereitungen für die Installation der 80 Windräder an Land begonnen werden, 2017 der Windpark in Betrieb gehen – Arbeit für 2000 Beschäftigte. An der Windparkbasis im Hafen Sassnitz würden 100 neue Jobs entstehen, sagte Blume.

Parrallel zieht der Energiekonzern EnBW bereits 32 Kilometer nördlich vor Rügen seinen zweiten Offshore-Park Baltic II. Zusammen mit dem Baltic-I-Park vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst investiert der Konzern 1,2 Milliarden Euro. Zusammen werden die ersten drei Windparks Baltic I und II sowie Winkinger künftig 800 000 Haushalte mit Windstrom versorgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen