Aufforstung : Weniger Bäume pro Waldaktie

Waldpflanzaktion
Waldpflanzaktion

Weil der Landkauf und die Pflege teurer geworden ist, kann künftig nur die Hälfte der bisherigen Fläche aufgeforstet werden.

svz.de von
22. September 2015, 08:00 Uhr

Mit der beliebten Waldaktie kann wegen gestiegener Bodenpreise und teurer gewordener Pflege künftig nur noch halb so viel Fläche aufgeforstet werden wie bisher. In neuen Klimawäldern werden nur noch fünf statt zehn Quadratmeter pro Aktie bepflanzt, wie das Umweltministerium in Schwerin am Montag mitteilte.

Bislang konnte man mit einer Aktie, die für zehn Euro verkauft wird, das Kohlendioxid von zwei Wochen Ferien „ausgleichen“. Nun steht sie für die Kompensation der in einer Urlaubswoche durch eine vierköpfige Familie freigesetzten Treibhausgase.

Die Waldaktie wurde 2007 in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt, ist mehrfach ausgezeichnet worden und erfreut sich vor allem bei Touristen großer Beliebtheit. Bislang sind 70 000 Stück verkauft und mit dem Geld 13 sogenannte Klimawälder im Land angelegt worden, wie es hieß. Ein weiterer soll am 24. Oktober auf Rügen eröffnet werden.

Ein neugepflanzter Wald muss den Angaben zufolge fünf Jahre lang gepflegt werden, damit er langfristig überlebt. Klimawälder sind dem Ministerium zufolge zusätzliche Pflanzungen jenseits des regulären Aufforstungsprogramms des Landes.

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