Lebensmittelkontrolle : Weiter Keime im Putenfleisch

Die Grünen schlagen Alarm: Massentierhaltung sei Schuld an belasteten Fleisch.

Die Grünen schlagen Alarm: Massentierhaltung sei Schuld an belasteten Fleisch.

Die Hälfte der Fleischproben in MV ist mit antibiotikaresistenten Bakterien belastet.

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06. November 2015, 21:00 Uhr

Putenfleisch aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der Grünen im Landtag weiterhin mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Das Landwirtschaftsministerium habe den Agrarausschuss des Landtags über die Belastung informiert, teilte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Silke Gajek, am Freitag mit. Demnach waren von 170 Fleischproben im Schlachtbereich 53 Prozent mit den multiresistenten Keimen Staphylococcus aureus besiedelt. Im Handel wurden die Keime bei 52 Prozent der erhobenen 50 Proben festgestellt.

Nach Ansicht der Grünen hilft gegen die Keime nur der Ausstieg aus der Massentierhaltung. Besonders in den großen Ställen, in denen Tiere dicht an dicht gedrängt stehen und häufig Antibiotika angewendet werden, entstünden Resistenzen.

Gajek forderte, die Haltungsbedingungen von Puten dringend zu überarbeiten. Sieben ausgewachsene Puten hätten nur einen Quadratmeter Fläche zur Verfügung. „Seit Juni dieses Jahres liegt ein entsprechender Antrag zur Änderung der Tierschutz- Nutztierhaltungsverordnung, den das Land Nordrhein-Westfalen eingebracht hat, im Bundesrat vor. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie diesen Antrag unterstützt“, sagte sie. 

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