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Arbeitsplätze gesichert : Waffenhersteller rettet Firma in Pasewalk

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Werden bei Remos Aircraft bald Überwachungsflugzeuge für die Küsten produziert? Der Mehrheitseigner des Waffenherstellers Heckler & Koch, Andreas Heeschen, kaufte den insolventen Pasewalker Flugzeughersteller. Die 28 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 08:09 Uhr

Wenige Tag nach der Insolvenzanmeldung hat der Flugzeughersteller Remos Aircraft (Pasewalk) einen neuen Eigentümer. Dabei handelt es sich um Andreas Heeschen, Mehrheitseigner des baden-württembergischen Waffenherstellers Heckler & Koch. Über die neugegründete Remos AG engagiere er sich persönlich, sagte ein Sprecher von Heckler & Koch gestern. Heeschen wolle Remos Aircraft in seinem Bestand sichern und weiterentwickeln.  

Der Kaufvertrag war nach Angaben des Insolvenzverwalters Christoph Morgen von der Hamburger Kanzlei Brinkmann und Partner am Mittwoch unterzeichnet worden. Damit sei die Zukunft des führenden Herstellers von Ultraleichtflugzeugen gesichert. Remos hatte am 1. Oktober Insolvenz beantragt. Das Unternehmen werde seine Flugzeugproduktion in Pasewalk komplett erhalten. Alle 28 Arbeitsplätze seien gesichert. Auch über Monate aufgelaufene Mietschulden an die Stadt Pasewalk sollen beglichen werden, hieß es von der Insolvenzverwaltung.

Zur künftigen Strategie des Unternehmens wollte sich Heeschen noch nicht detailliert äußern. Allerdings sei der Markt für „LowCost“-Überwachungsflugzeuge insbesondere in Küstengebieten durch die Ausweitung auf die 200 Meilen Zone wirtschaftlich interessant, sagte der Sprecher von Heckler & Koch. Remos sei spezialisiert auf Leichtbau-Kohlefaser und verfüge über technisches Knowhow sowie Produktionsanlagen, die international anerkannt seien.

Die Remos Aircraft GmbH hat 2006 ein Fertigungswerk für zweisitzige Maschinen bei Pasewalk eröffnet. Das Land MV hatte die Ansiedlung finanziell stark gefördert. Nachdem Produktion und Beschäftigtenzahl erst stark anstieg, geriet die Firma ab 2009 ins Trudeln. Eine britische Investmentgesellschaft stieg ein. Die Produktion sank von 80 Maschinen jährlich auf rund 25.


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