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Mecklenburg Vorpommern : Von Geiz-ist-geil-Zelten bis Luxuscamping

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

MV nach Bayern das am liebsten von Campern besuchte Bundesland.

svz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 11:57 Uhr

Das nach Bayern am liebsten von Campern besuchte Bundesland MV muss weiter in Ausstattung und Marketing seiner Plätze investieren. Das legt eine 40 000 Euro teure Studie nahe, die das Schweriner Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat und die es gestern veröffentlichte. Darin wird auf neue Trends verwiesen, wie die „Glamping“ genannte Luxusvariante des Zeltens oder das „Alles-schon-da-Camping“ in der fertig aufgestellten und eingerichteten Unterkunft.

Zwischen den Polen „Geiz ist geil“ und Luxuscamping im Safarizelt mit Lounge-Möbeln, bequemen Betten und Badewanne könnten vor allem mit Nischenprodukten neue Campinggäste gewonnen werden. Das sei auch nötig, denn die Zahl der Urlaubsreisen der Deutschen nehme nicht zu, sagte Bernd Fischer, Chef des Landestourismusverbandes.

Der Studie zufolge ist die Campingplatzlandschaft in MV solide aufgestellt. Gefragt seien vor allem Plätze am Wasser: an der Ostsee, in der Seenplatte und an Wasserwander-Gewässern. Das Markenzeichen „Camping am Wasser“ müsse bei der Werbung noch stärker herausgestellt werden, so Fischer. Der Campingplatz sei längst nicht mehr nur etwas für Touristen, die wenig Geld ausgeben wollen, heißt es in der 100 Seiten dicken Studie.

Eine weitere Erkenntnis: MV hat wesentlich mehr Campinggäste als nach den offiziellen Zahlen des Statistischen Landesamtes gedacht. Danach ignoriert die offizielle Statistik z.B. Dauercamper, die Übernachtungen auf Wohnmobil-Standplätzen und nicht erfassten Campingplätzen. Insgesamt summierten sich die Camping-Übernachtungen im Jahr 2012 so auf 6,2 Millionen. Die Statistik habe nur 3,8 Millionen ausgewiesen.

MV verfügt über 358 Campingplätze mit mehr als 40 000 Stellplätzen.

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