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Tourismus MV : Vom Mittelmeer an die Ostsee

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns lief das Jahr 2015 offenbar gut – trotz eines durchwachsenen Sommers.

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Eine gestiegene Inlandsnachfrage und eine bessere Zimmerauslastung auch außerhalb der Sommersaison bescheren der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ein Rekordjahr. 2015 werde zum ersten Mal bei den Übernachtungen die 29-Millionen-Marke überschritten, kündigte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern an.

Die Entwicklung zeige die weiter gewachsene Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns als Tourismusland. Ersten Prognosen zufolge kann das Land bei den Übernachtungen mit einem Plus von knapp drei und bei den Gästezahlen von etwa zwei Prozent gegenüber 2014 rechnen.

„Investitionen in touristische Einrichtungen und Hotels, aber auch in Radwege, Wasserwanderrastplätze, Strandpromenaden oder in zoologische Einrichtungen machen sich immer mehr bemerkbar“, erklärte Glawe. Das Übernachtungsplus sei erreicht worden, obwohl das Wetter im Sommer als der wichtigsten Reisezeit „eher durchwachsen“ gewesen sei. Glawe schloss daraus, das MV für seine Gäste immer mehr auch außerhalb der Hauptsaison interessant werde. „Egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint: Entscheidend ist am Ende immer das jeweilige touristische Angebot“, betonte der Minister.

Neben attraktiven Übernachtungen seien die Freizeitmöglichkeiten von größter Bedeutung. Deshalb lege er auch 2015 einen Schwerpunkt auf die Unterstützung saisonverlängernder Maßnahmen.

Nicht zufrieden zeigte sich Glawe mit dem nach wie vor geringen Anteil ausländischer Besucher und der Gewinnung neuer Feriengäste aus dem Westen und Süden Deutschlands. Internationale Gäste buchten von Januar bis September gerade mal 877 000 Übernachtungen im Land. „Wir müssen unser Land weiter bekannt machen und die Aufmerksamkeit der Alpenbewohner vom Mittelmeer Richtung Ostsee und gewissermaßen von den Bergseen zur Seenplatte lenken“, gab der Minister als Aufgabe vor.

Nach Angaben Glawes unterstützte das Land den Ausbau der touristischen Infrastruktur mit 48 Millionen Euro. Das zum Großteil aus EU-Programmen stammende Geld sei u. a. dem Wildpark in Güstrow zugute gekommen, in dem neue Wanderwege, eine gläserne Fischtreppe und eine riesige Flugvoliere für Seeadler geschaffen wurden. Fast neun Millionen Euro fließen laut Glawe an den Rostocker Zoo für den Bau des Polariums mit neuen Anlagen für Eisbären und Pinguine.

Weiter verbessert haben sich laut Minister die Angebote für Radfahrer und Wasserwanderer. In der Region Anklam sei das Radwegenetz u.a. an der Peene erweitert worden. Gebaut werde zudem am Recknitztal-Rundweg bei Bad Sülze und am Rundweg auf der Insel Usedom.

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