Mecklenburg-Vorpommern : Verband sieht Fischerei in Gefahr

Landesfischereiverband M-V fürchtet um Zukunft
Landesfischereiverband M-V fürchtet um Zukunft

svz.de von
20. April 2015, 12:00 Uhr

Der Landesfischereiverband Mecklenburg-Vorpommern sieht die Fischerei durch den Natur-, Umwelt- und Artenschutz erschwert. Das geht aus dem Geschäftsbericht für 2014 hervor, der am Samstag auf der Jahresmitgliederversammlung in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) diskutiert wurde.

Der Verband befürchtet, dass die Fischerei in Meeresschutzgebieten faktisch verboten wird, ohne dass es belastbare Untersuchungsergebnisse über die Schädigung der zu schützenden Arten und Lebensräume gibt. Die Fischerei werde unter Generalverdacht gestellt, so Verbandspräsident Norbert Kahlfuss.

Einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz zufolge wirkt sich die Fischerei negativ auf Arten und Lebensräume im Meer aus. Dies betreffe auch die europäischen Natura-2000-Schutzgebiete in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee.

Der Fischereiverband zog zudem eine Bilanz der Fischerei-Arbeit im vergangenen Jahr. Während die Ergebnisse der Hochseefischerei und der Binnenfischerei befriedigend bis gut ausfielen, beklagte die Kutter- und Küstenfischerei das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre.

Ursachen seien unter anderem die Kürzung der Ostsee-Heringsquote sowie die niedrigen Dorsch- Preise.

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