Umsatz-Spitzenreiter Netto

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16. Januar 2013, 07:31 Uhr

Schwerin | Zwei Unternehmen aus der Agrarbranche haben es 2011 zum ersten Mal unter die zehn umsatzstärksten Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns geschafft. Das Werk des weltweit agierenden Düngemittelherstellers Yara in Poppendorf bei Rostock steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 446 Millionen Euro. Damit landete es auf der jährlich von der Norddeutschen Landesbank (NordLB) erstellten Rangliste auf Platz 5. Mit 400 Millionen Euro Umsatz erreichte die AMV Agrarhandel GmbH in Rostock den siebten Platz. Die Firma handelt mit Getreide und Ölsaaten. Insgesamt allerdings mussten die großen Betriebe der Agrar-Zulieferer und der Ernährungsbranche leichte Umsatzeinbußen hinnehmen, so Torsten Windels, Chefvolkswirt der NordLB gestern in Schwerin.

Unverändert ist die Supermarkt-Kette Netto mit Sitz in Stavenhagen mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz-Spitzenreiter in Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt vom Windrad-Hersteller Nordex in Rostock und dem Schweriner Energielieferanten WEMAG. Zusammengerechnet machten die größten Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns 2011 2,6 Prozent mehr Umsätze als im Jahr davor. Zudem beschäftigten sie rund 1,4 Prozent mehr Mitarbeiter.

Die meisten Beschäftigten arbeiten unterdessen beim Kreuzfahrten-Anbieter AIDA Cruises mit Sitz in Rostock. Von den inzwischen 5600 Angestellten arbeiten allerdings viele auf den Schiffen des Unternehmens. Außerdem gehören die Deutsche Bahn, die Universitätsmedizin in Rostock und die Deutsche Post mit jeweils 3000 bis 4000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in Mecklenburg-Vorpommern. Um mehr als ein Viertel steigerte die Hydraulik Nord GmbH in Parchim von 2010 auf 2011 die Zahl ihrer Mitarbeiter und wurde zum achtgrößten Arbeitgeber. Mit einem Minus von 248 verzeichnete das Call-Center Telegate in Neubrandenburg unterdessen 2011 den stärksten Arbeitsplatzabbau.

Die Ranglisten der NordLB beruhen auf freiwilligen Angaben der Unternehmen und sind deshalb nicht vollständig. Zum Beispiel fehlen große Arbeitgeber wie die Helios-Klinik in Schwerin. Chefvolkswirt Windels nannte es dennoch erfreulich, dass das verarbeitende Gewerbe in Mecklenburg-Vorpommern weiter wachse. Andererseits habe die Wirtschaft des Landes die Krisen der vergangenen Jahre recht gut überstanden, weil sie immer noch sehr dienstleistungsorientiert sei und nicht so stark vom Export abhängt. Für 2013 erwartet die NordLB, dass die hiesige Wirtschaft dem vorhergesagten Bundestrend folgt und leicht um knapp ein Prozent wächst.


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