Massentierhaltung : Tier-Konzept in der Kritik

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Plan wird morgen vorgestellt. Beteiligte nicht zufrieden

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03. August 2015, 06:30 Uhr

Seit Jahren fordern Umweltverbände einen Tierschutzplan für das Agrarland Mecklenburg-Vorpommern. Morgen legt Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) das mit dem Tierschutzbeirat erarbeitete Konzept vor.

Mehr als zwei Jahre lang wurde an dem Papier gefeilt. Dennoch stellt es selbst Beteiligte nicht zufrieden. Dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) etwa fehlen zwei wichtige Punkte: Bestandsobergrenzen für Schweine, Rinder und Geflügel in den Ställen sowie eine Regelung des Auslaufs landwirtschaftlicher Tiere. Der BUND enthielt sich der Zustimmung zum Konzept.

Die Begrenzung der Tierzahlen pro Stall oder Herde sind nach Auffassung des BUND notwendig, weil es nicht egal sei, mit wie vielen Artgenossen Tiere zusammenleben. Je mehr Tiere in einem Betrieb, desto größer sei die Gefahr der Verbreitung von Krankheiten und desto mehr Medikamente müssten verabreicht werden. Konkrete Obergrenzen hatte der Verband schon vor drei Jahren vorgeschlagen. Es sollten maximal 650 Schweinemastplätze pro Stall zugelassen sein. Bei Legehennen sollten weniger als 10 000 Tiere zusammenleben, bei Masthühnern 6000. Bei Rindermastplätzen sieht der BUND die Obergrenze bei 150 Tieren.  

Das Tierschutzkonzept formuliert Zielstellungen sowie Maßnahmen und Zeitrahmen, etwa zum Verzicht auf das Kürzen der Schwänze bei Schweinen und der Schnäbeln bei Legehennen. Bei Tierschutzprojekten geht es um Tierheime und den Umgang mit verletzten Wildtieren.

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