25. Agrarmesse Mela : Technik und Tiere hautnah erleben

Minister Till Backhaus eröffnet die Mela.
Minister Till Backhaus eröffnet die Mela.

Große Bildergalerie: Landwirtschaftsmesse Mela lockte gestern tausende Besucher nach Mühlengeez - Bis Sonntag geht's weiter

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10. September 2015, 21:00 Uhr

Tierische Begrüßung für alle Besucher auf dem Messegelände in Mühlengeez bei Güstrow: Knapp 20 Schafe stehen gestern früh aufgereiht wie auf einer Perlenkette im großen Vorführring, hinter ihnen wiehern Pferde, und Kühe verschiedener Größen und Farben präsentieren sich schräg dahinter – bei Lust und Laune gehalten von Helfern und Tierbesitzern. Ein wenig ungeduldig, geben einige der Vierbeiner bereits erste Laute von sich. Doch dann geht es los – die 25. Fachausstellung für Landwirtschaft in MV, die Mela, wird vom Landwirtschaftsminister Till Backhaus eröffnet.

Er nutzt die Jubiläumsschau für einen Appell zur Flüchtlingshilfe. „Wir leben in einer Überflussgesellschaft und haben verdammt nochmal die Pflicht, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, so Backhaus. Dazu brauche es auch eine leistungsstarke Landwirtschaft und die habe der Nordosten. „Die Landwirtschaft ist der stabilste Wirtschaftsfaktor im Land.“ In den rund 4700 Agrarbetrieben arbeiten saisonal bis zu 25  000 Menschen, zusammen mit dem verarbeitende Gewerbe sind es rund 65  000 Beschäftigte.

Mehr als 1000 Aussteller aus elf Ländern haben sich in diesem Jahr in Mühlengeez versammelt. So ist auch Landwirtin Susanne Giese aus Güstrow, Mitglied der Interessengemeinschaft Jungzüchter von der Rinder Allianz, vor Ort. „Letzte Woche Freitag haben wir die Tiere schon für die Schau vorbereitet“, erzählt die 23-Jährige, die bei der Agrarproduktivgenossenschaft Plüschow arbeitet. Immer ein Auge hat die Landwirtin auf die schwarz-bunten Holstein Bullenkälber. So wird beispielsweise geschaut, dass es den Tieren vor Ort an nichts fehlt. „Ich mag die Nähe zu den Tieren“, sagt Giese, die sich bewusst für einen landwirtschaftlichen Beruf entschieden hat. Auf der Mela freut sie sich auf viele neugierige Besucher und den Kontakt mit den Verbrauchern. „Der Wert der landwirtschaftlichen Arbeit wird nicht mehr so geschätzt“, bedauert die Landwirtin und verweist auf die derzeit niedrigen Milchpreise. Im Dialog könne das Bewusstsein für den Wert ihrer Arbeit vielleicht wieder hervorgerufen werden, hofft sie.

Auch Landwirt Maik Barabas ist auf der Fachausstellung vertreten. Zusammen mit seinem Bruder Dietmar betreibt er einen Hof in Klein Kiesow (Vorpommern-Greifswald). Auf der Mela ist er schon mehrmals gewesen: „Das müsste jetzt das dritte oder vierte Mal sein“, sagt er. Zwei seiner Deutschen Sattelschweine hat der Biobauer mitgebracht. „Die Beiden sind genau 260 Tage alt und wiegen so um die 120 bis 140 Kilogramm“, erzählt Barabas. Er möchte auf der Messe seine Tiere bekannt machen, mit Landwirten und Messebesuchern ins Gespräch kommen und den Verkauf anregen, sagt er. Von den stark fallenden Schweinefleischpreisen ist der Biobauer bisher nicht betroffen, aber ein Austausch wird es sicherlich auch zu diesem Thema auf der Mela unter den Landwirten geben, ist er sich sicher.

Doch auch für die jüngsten Besucher hat die Mela etwas zu bieten: Im kleinen Vorführring können Kinder einiges über die Landwirtschaft lernen. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis geben ihr Wissen anschaulich weiter. Noch bis Sonntag haben alle Messebesucher die Chance, den Dialog zu den Landwirten zu suchen und die Firmen besser kennenzulernen.

Eintrittspreise:
Folgende Preise für die Eintrittstickets gelten bei der Mela:

Tageskarte: 9 Euro
Tageskarte ermäßigt: 6 Euro
2-Tageskarte: 13 Euro
Tageskarte Fachbesucher:

4,50 Euro
Tageskarte Kinder: 4 Euro
(6 bis 14 Jahre)
Familienkarte: 20 Euro
(2 Erwachsene und max. 3 Kinder)

- Begleitpersonen von Schwerbeschädigten haben freien Eintritt
- Die Ehrenkarten sind an den Ehrenkartenkassen einzulösen.

Weitere Informationen und Termine finden Sie hier.

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