Tourismus MV : Surfer contra Schwimmer

Ein Kitesurfer ist  bei Timmendorf unterwegs.
Ein Kitesurfer ist bei Timmendorf unterwegs.

Sie sind schön anzuschauen, die bunten Segel der Kitesurfer vor der Küste. Doch nicht alle freuen sich über die rasanten Wassersportler.

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22. Juni 2015, 12:00 Uhr

Wellenreiten ist „in“ vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Was bis 1990 im Osten wegen Fluchtgefahr auf offener See verboten war, gewinnt jetzt immer mehr Liebhaber. Die zunehmende Beliebtheit von Wassersportarten beeinträchtigt aber auch die Sicherheit von Badenden. Wegen der Entwicklung bekämen die Retter mehr Arbeit, sagte etwa Torsten Erdmann von der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Rostock.

Freunde des rasanten Wassersports wie Surfen, Kitesurfen oder Segeln finden im Nordosten rund 100 geeignete Reviere, wie Tobias Woitendorf, Sprecher des Landestourismusverbandes, in Rostock sagte. Zu den gefragtesten Revieren gehört die Außenküste vor den Inseln, aber auch einige Boddengewässer und Meeresbuchten sowie Teile der Seenplatte. Nach Ansicht des Verbandssprechers gibt es an der Küste in MV genug Platz für alle. Wassersportler gingen in der Regel sensibel mit Naturräumen wie auch mit den Interessen der Strandbesucher um. Surf- und Segelreviere seien spezielle Angebote für junge Erwachsene und lockten vor allem Aktivurlauber in den Nordosten. Dies trage erheblich zu einer kulturellen Belebung der Region bei. Gästebefragungen zufolge ist für fast jeden zweiten Urlauber in MV Sport wichtig. Vier von zehn Befragten unternahmen in ihren Ferien 2014 selbst Aktivitäten am, im oder auf dem Wasser. Zwei Drittel der Touristen wollen im Urlaub baden.

Das bekommen in der Saison auch die Rettungsschwimmer zu spüren. DLRG-Sprecher Erdmann rechnete mit rund einhundert Einsätzen zusätzlich pro Saison.

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