Offshore : Stromtrassen-Bau kann beginnen

Der Windpark Baltic 1 soll 2015 in Betrieb gehen.
Der Windpark Baltic 1 soll 2015 in Betrieb gehen.

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat die Genehmigung für den ersten Teilabschnitt erhalten

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10. März 2015, 21:15 Uhr

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat eine wichtige Etappe zum Bau der Offshore-Stromtrasse für die Anbindung der Ostsee-Windparks „Wikinger“ und „Arkonabecken Südost“ erreicht. Das Energieministerium in Schwerin genehmigte den Bau des ersten, drei Kilometer langen landseitigen Seekabel-Abschnitts an der Anlandestelle bei Lubmin (Vorpommern-Greifswald). Nach Angaben des für Genehmigungen zuständigen Projektleiters von 50Hertz, Jens Regiment, will das Unternehmen noch im Frühjahr mit dem Bau der Stromtrasse in dem ökologisch sensiblen Landbereich beginnen.

Die Genehmigungen für die Verlegung der Seekabel in der 12-Seemeilenzone und der ausschließlichen Wirtschaftszone der Ostsee würden in den kommenden Monaten erwartet, zeigte sich Regiment am Montagabend bei einer Veranstaltung optimistisch. 50Hertz rechnet mit Investitionskosten von mehr als einer Milliarde Euro für die insgesamt 93 Kilometer lange Stromtrasse „Ostwind 1“, die von Lubmin zum westlichen Adlergrund nordöstlich von Rügen führt.

Dort planen Iberdrola und Eon zwei Windparks mit einer Leistung von 350 beziehungsweise 385 Megawatt. Iberdrola will noch in diesem Jahr mit dem Bau seines Offshore-Windparks beginnen. Im Küstenmeer ist seit Herbst 2014 zudem mit „Arcadis Ost“ ein weiterer Windpark genehmigt, der später über die Stromtrasse angebunden werden soll.

Mit der nun ersten Genehmigung sei ein wichtiger Schritt getan, um sicherzustellen, dass der mittels Offshore-Windenergieanlagen produzierte Strom dorthin abgeleitet werden könne, wo er gebraucht werde, erläuterte gestern Energieminister Christian Pegel (SPD) in einer Mitteilung.

Die Stromtrasse „Ostwind 1“ wird in Nähe der Nord Stream-Ostseepipeline anlanden und führt durch ein Naturschutzgebiet. Um die Landschaft zu schonen, werden die Rohre mit einem Horizontalbohrverfahren verlegt, wie 50Hertz-Projektleiter Regiment sagte.

In diesem Jahr soll der Offshore-Windpark „Baltic 2“ nordwestlich von Rügen in Betrieb gehen.

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