Grüne Woche Berlin - Saatguttrends : So kommt Farbe auf den Teller

Mit neuen Sorten kommt Farbe im Kleingarten ins Spiel.

Mit neuen Sorten kommt Farbe im Kleingarten ins Spiel.

Schwarze Möhre, Zitronengurke, Spaghettibohne: Standard war gestern. Wir stellen Saatgut-Neuheiten für Kleingärtner vor.

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17. Januar 2016, 15:38 Uhr

Tomate, Gurke, Erbsen – in den Gärten heimischer Parzellenbesitzer wird so einiges angebaut. Doch wie wäre es mit schwarzen Möhren? Wer Farbe auf dem Teller wünscht, der bekommt bei Dirk Meyn das passende Saatgut. Für die Grüne Woche hat der Inhaber des Gartenbaubetriebs Meyn-Pflanzen in Rom bei Parchim einige Überraschungen eingepackt.

Tu mal lieber die Möhrchen

Dass schwarz marmoriertes Gemüse nicht in den Mülleimer gehört, sondern für Geschmack sorgt, beweist die Ur-Möhre Purple Haze. „Ganz früher waren Möhren violett“, erklärt Dirk Meyn. „Damit sie appetitlicher aussehen, hat man sie so gezüchtet, dass sie Orange wurden.“ Doch leider hätten die Möhrchen dadurch auch Geschmack verloren. Die Ur-Möhre bringe den Geschmack zurück, sei intensiver und lieblicher als die Supermarkt-Möhre. Übrigens: der Kern der Purple Haze ist Orange.

Eine kleine Attraktion auf jedem Teller ist die Yellowstone-Möhre. „Früher wurde die gelbe Möhre als Futtermöhre bezeichnet2, weiß Dirk Meyn. Doch früher ist längst vorbei. Yellowstone wurde geschmacklich verbessert und wird längst nicht mehr mit Tierfutter in Verbindung gebracht.

In der Würze liegt die Kraft

Wer asiatisches Essen liebt, kommt am Zimtbasilikum nicht mehr vorbei. „Das süßlich-zimtige Aroma sorgt für ein Geschmackserlebnis“, weiß Dirk Meyn. Ob Essig, Wein oder Eiscreme – Experimente sind erlaubt.

Sie können sich nicht entscheiden, ob sie lieber den Genoverser-Typ-Baslikum mögen, den Serrate oder den rotblättrigen? Das müssen Sie auch nicht mehr. Mit dem Try-Basil-Mix bekommen Sie drei Baslikum-Sorten in einer Pflanze.

Viel Wasser, wenig Kalorien

Für die kleine Zwischenmahlzeit optimal geeignet, ist die mexikanische Minigurke. Sie sieht aus wie eine geschrumpfte Wassermelone, schmecke aber laut Dirk Meyn genau wie die handelsübliche Salatgurke. Die zwei bis drei Zentimeter großen Früchte würden jeden Salat aufpeppen.

Der Rennen für Zitrus-Cocktails ist die Lemon-Gurke. Ihre Optik erinnert an eine Zitrone, Fruchtgröße und Farbe passen, doch ihr Geschmack gleicht eher dem einer Gurke – nur ein wenig spitziger.

Nur die Bohne

Auf den ersten Blick wirken sie unappetitlich, die Blauhilde. Doch die Stangenbohne ist eine Zauberbohne. Beim Kochen verändert sie ihre Farbe, wird grün. „Wer sie anbaut, wird sich freuen, denn die Blauhilde ist nicht nur fadenfrei und sorgt somit für ein zartes Geschmackserlebnis, sie ist wegen ihrer Farbe auch einfacher zu pflücken“, sagt Dirk Meyn.

Spaghetti sind Nudeln? Falsch! Es gibt sie auch im Bohnen-Stil. Die Spaghettibohne rankt empor und bringt Früchte hervor, die bis zu einem Meter lang sind. „Für eine Person alleine sind ein bis zwei Bohnen schon eine Mahlzeit“, schmunzelt Dirk Meyn.

 
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