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Wirtschaft MV : Seehafen Rostock boomt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mecklenburg-Vorpommerns größtes Gewerbegebiet hat das Jahr 2014 glänzend beendet

Der Seehafen Rostock hat im vergangenen Jahr mit 24,2 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter ein deutliches Plus von 13 Prozent im Vergleich zu 2013 verzeichnet. „Das erneute kräftige Umschlagplus beim Getreide, aber auch die Rückkehr des Zementumschlags nach Rostock ließen aus einem guten Jahr ein sehr gutes für den Seehafen werden“, sagte Hafen-Geschäftsführer Gernot Tesch gestern bei der Vorstellung der Bilanz 2014. Es sei die Stärke des Seehafens, dass sich der Zuwachs aus mehreren Segmenten zusammensetze. „Wir sind der Universalhafen der deutschen Ostseeküste, der auch die besten Tiefwasserbedingungen hat.“

Tesch, der für den operativ-technischen Bereich zuständig ist, führt gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Jens Scharner seit Anfang Januar die Hafen-Entwicklungsgesellschaft. Das Duo folgt Ulrich Bauermeister nach, der nach 15 Jahren als Geschäftsführer in den Ruhestand getreten war.

Obwohl der Kreuzfahrttourismus nur für 2,3 Prozent der Schiffsanläufe verantwortlich war, sei er doch ein bedeutender Faktor für den Hafen, sagte Tesch. Für diese Saison stünden 181 Anläufe von 39 Kreuzfahrtschiffen im Kalender. Mit rund einer halben Million Seereisenden werde wieder mit einer ähnlich hohen Passagierzahl wie im Vorjahr gerechnet. Höhepunkte der Saison werden die drei Tage sein, an denen fünf Schiffe gleichzeitig in Warnemünde und im Seehafen anlegen werden.

Beim rollenden Güterverkehr zog der Umschlag durch die Zuwächse im Fährverkehr stark um 1,3 Millionen auf 13,6 Millionen Tonnen an. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Seehafens Rostock habe damit 56 Prozent betragen. Die Anzahl der Passagiere auf den Fährlinien nach Dänemark, Schweden und Finnland erhöhte sich durch Zuwächse im Schweden-Verkehr um 100  000 auf rund zwei Millionen. Mit der für dieses Jahr angekündigten Inbetriebnahme der zwei großen Scandlines-Fähren auf der Strecke Rostock-Gedser werde mit einer weiteren Steigerung gerechnet, so Scharner.

Die Attraktivität des Standortes werde beim künftigen Papierumschlag deutlich. Ein finnischer Papierhersteller konzentriere sein Geschäft auf Rostock und werde die zuvor für Lübeck bzw. Polen bestimmten Mengen im Seehafen umschlagen. Wie Tesch betonte, könnte der Hafen künftig auf 750  000 Tonnen Papier kommen. 

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