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Malchow : Schrottfirma pleite

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Schrottmarkt gilt als umkämpft. Wer nicht rechtzeitig Kosten spart, kann schnell Zahlungsprobleme bekommen. Jetzt hat es die zweitgrößte Schrottfirma des Landes getroffen.

Die zweitgrößte Schrottrecyclingfirma Mecklenburg-Vorpommerns - die Ziems Recycling GmbH (Malchow) - ist zahlungsunfähig. „Wir haben Insolvenzantrag beim Amtsgericht Neubrandenburg gestellt und arbeiten derzeit nach einem Sanierungsplan weiter“, sagte Prokurist Olaf Ziems am Dienstag in Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte).

Gründe für die Probleme seien die geringe Gewinnspanne in dem stark umkämpften Schrottmarkt sowie zu hohe Kosten im Unternehmen. „Unter der geringen Gewinnmarge leiden alle Firmen, wir brauchen jetzt einen Investor“, sagte Ziems. Es gehe um einen siebenstelligen Euro-Betrag.Eine Sprecherin des Amtsgerichts erklärte, der Insolvenzantrag sei vor wenigen Tagen eingereicht worden, der Gläubigerausschuss der Firma suche einen Insolvenzverwalter. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Firma für drei Monate Insolvenzausfallgeld beantragen kann. „Wir hoffen, dass wir bis dahin einen Investor finden“, sagte Ziems. Nach dem Sanierungsplan würden vier der acht Standorte geschlossen.

Dies betreffe Prenzlau, Neuruppin und Wittstock in Nordbrandenburg sowie Plau. Von bisher 112 Mitarbeitern sei 22 Leuten gekündigt worden. Die Belegschaft habe auf Gehalt verzichtet, außerdem habe Ziems sein Sponsorenengagement eingestellt.

So bangt unter anderem die Nordost-Oberligaelf in Malchow derzeit um ihr Weiterbestehen. Ziems verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich rund 100 000 Tonnen Schrott, unter anderem ausrangierte Schienen der Bahn. Der Jahresumsatz war zuletzt mit rund 32 Millionen Euro angegeben worden.

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