Hannover Messe : Schöne neue Technikwelt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der indische Premierminister Narendra Modi testen Roboterameisen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der indische Premierminister Narendra Modi testen Roboterameisen.

Kanzlerin Merkel besucht zusammen mit dem indischen Premier Modi die weltgrößte Industrieschau

svz.de von
13. April 2015, 21:26 Uhr

Im Sauseschritt durch die schöne neue Welt der Roboter und Maschinen: Die alljährliche Tour über die Hannover Messe hat für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern ganz im Zeichen des Partnerlands Indien gestanden. Etwa zweieinhalb Stunden lang verschaffte sie sich zusammen mit Premierminister Narendra Modi einen Einblick in die Fabrik von morgen. Gedränge, Händeschütteln, Zuhören – vor dem Tross aus Medienvertretern und Bodyguards bahnten sich beide Regierungschefs den Weg durch die Hallen. Der Ausflug in die digitale Hightech-Welt der Industrie 4.0 war eine professionelle Pflichtübung.

Roboter als intelligente Helfer des Menschen in der Produktion sind das Top-Thema der Messe mit gut 6500 Ausstellern aus rund 70 Ländern. Die zunehmende Vernetzung erfuhren Merkel und Modi auch am Stand des Bionik-Spezialisten Festo, wo beiden Politikern künstliche Ameisen in die Hand gedrückt wurden. Würde eine davon über Merkels Schreibtisch krabbeln, so erfuhr die Kanzlerin, würde tausende von Kilometern entfernt die andere künstliche Ameise auf Modis Schreibtisch das gleiche tun.

Das passende Parfüm zur Messe erhielt die Kanzlerin am Siemens-Stand, wo Konzernchef Joe Kaeser eine vollautomatische Produktionsanlage ein Duft-Fläschchen herstellen ließ. Die Anlage sollte Merkel und Modi vor Augen führen, dass sich heute auch individuelle Wünsche auf Massenproduktionsanlagen problemlos erfüllen lassen.

Auf die augenzwinkernde Empfehlung, Merkel könne doch einen Parfüm-Flacon mit der Bezeichnung „Hillary’s Dream“ in die USA mitnehmen, wo gerade Hillary Clinton ihre Bewerbung fürs höchste Amt im Staat verkündet hat, meinte die CDU-Chefin lächelnd: „Machen wir erst mal Angela’s Dream - Parfüm ist Parfüm.“

51 Firmen aus MV

51 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern präsentieren auf der Hannover Messe  bis Freitag ihre Innovationen. Schwerpunktbereiche sind die Windenergie, die Zulieferindustrie und Sondermaschinen. So stellt das CIM-Technologie-Zentrum Wismar eine von drei Partnern entwickelte hybride Mikrobearbeitungsmaschine vor, die das Fräsen und das elektrochemische Abtragen in sich vereint.

Zu den Unternehmen, die seit langem in Hannover ausstellen, gehört die Gummifabrik Lubeca in Upahl (Nordwestmecklenburg) und Lübeck. 180 Millionen Autos fahren nach Firmenangaben mit Gummiformteilen von Lubeca. Das Unternehmen produziert Gummiartikel  auch für die Medizin. Etwa die Hälfte der Firmen stellt an drei Gemeinschaftsständen aus, die anderen sind Einzelaussteller.

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