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Volkswerft Stralsund : Schiffbauer demonstrieren, ein Werft-Interessent springt ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Werftmitarbeiter aus Stralsund demonstrieren vor dem Landtag in Schwerin für den Erhalt des Schiffbau-Standorts. Zwei Interessenten gibt es für das insolvente Unternehmen. Ein dritter, die Rönner-Gruppe aus Bremerhaven, ist abgesprungen.

Wenige Tage nach dem Spitzengespräch zur Zukunft der Stralsunder Volkswerft in der Schweriner Staatskanzlei haben am Mittwoch etwa 80 Schiffbauer vor dem Landtag für ihren Werftstandort demonstriert. „Stralsund braucht die Werft“, stand auf Transparenten. IG-Metall-Sprecher Guido Fröschke rief Regierung und Parlamentarier auf, alles für den Erhalt des traditionsreichen Industriestandorts zu tun. „Es geht um mehrere hundert Fachleute, die noch immer nicht wissen, wie es für sie weitergeht, wenn am 30. April auf der Werft wirklich die Lichter ausgehen“, sagte er.

Eine Abordnung der Werftarbeiter traf sich nach der Protestaktion mit Vertretern der Regierungsfraktionen sowie der Oppositionsparteien zu Gesprächen. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sicherte weitere Unterstützung durch die Landesregierung zu.

Unterdessen zog die im Stahl- und Schiffbau tätige Rönner-Gruppe ihr Übernahmeangebot zurück. „Wir haben uns das gründlich überlegt, aber die Volkswerft wäre eine Nummer zu groß für uns“, sagte Firmenmitinhaber Heiner Rönner. Die Rönner-Gruppe beschäftigt 1300 Mitarbeiter, unter anderem auch in Wismar und Boizenburg.

Die Werftgruppe Nordic Yards (Wismar) will die Werft in Stralsund zum 1. Mai kaufen, um Teile für Offshore-Windparks dort zu bauen.

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