Optimal Media Röbel : Schallplattenwerk: Edles in Bild und Ton

CDs stehen für die Verpackung bereit.
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CDs stehen für die Verpackung bereit.

Aus dem Schallplattenwerk Röbel kommen weltweit gefragte Musikboxen und Buchbände

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18. Dezember 2014, 20:24 Uhr

Die Fußball-WM, aktuelle Kinofilme und ein wahrer Schallplattenboom haben den Umsatz beim Mediendienstleister Optimal Media GmbH (Röbel) kräftig steigen lassen. „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr (30.9.) rund 95 Millionen Euro Umsatz erreicht, etwa fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr“, sagt Optimal-Sprecherin Petra Funk der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt wurden 129 Millionen klassische Datenträger wie CD, DVD und Blu-ray sowie 13 Millionen Schallplatten hergestellt. Dazu gehören eine unter anderem weltweit vertriebene Beatles- und Pink Floyd-Boxen, Hörbücher wie „Die Tribute von Panem“ und „Der Hobbit“ sowie das offizielle Fußball-WM-Buch des DFB - als Fanbuch und dreimal teurere „Goldedition.“

Das Röbeler Werk gilt als eine der erfolgreichsten Neugründungen nach der Wende. Es nahm 1991 als erstes CD-Werk im Osten Deutschlands die Produktion auf, wuchs ständig, behauptete sich gegen Billigkonkurrenz und hat heute rund 600 Beschäftigte. Zu den modernen Medien kam die Produktion der Schallplatten, als viele die Vinylscheibe längst totgesagt hatten, eine Druckerei vor allem für Bildbände und ein großes Logistikzentrum. Optimal ist eine Tochtergesellschaft des Hamburger Musikkonzerns Edel AG, akquiriert aber drei Viertel seiner Aufträge selbst. Edel kam im letzten Geschäftsjahr auf einen Umsatz von 160 Millionen Euro, ein Plus von fünf Millionen Euro. „In den letzten zwei Jahren haben wir unsere Produktionskapazität für Schallplatten verdoppelt“, sagt Funk. Viele Musikfirmen kämen in die Studios, wo sie die alten Alben auf früheren Schallplatten neu bearbeiten. Mit Bildbänden, kleinen Büchern und weiteren Beigaben entstehe schließlich eine „Box“. So sei es in diesem Jahr bei Pink Floyd zum 20. Jahrestag des Albums „The Division Bell“ gewesen. Auch die Berliner Philharmoniker lassen in Röbel pressen. „Die Produktion bei den CD’s läuft stabil“, heißt es im Werk, DVD’s gingen zurück, hier sei die Konkurrenz durch das Internet stärker zu merken. Das habe die Firma mit Schallplatten und Büchern aber mehr als ausgleichen können. Neben bekannten Bands, wie Die Ärzte, Fettes Brot und Tote Hosen findet sich auch Helene Fischer mit „Farbenspiel“ in Röbel.

Für die Bilddokumentation „One Night in Rio“ (Eine Nacht in Rio) hatte der DFB den Hamburger Fotografen Paul Ripke gewonnen. Er kam als Fotokünstler beim Finale so dicht wie niemand sonst an Stars wie Schwein-steiger, Lahm und Müller heran. Die Nahaufnahmen sollen ein Dankeschön des Weltmeisters an seine Fans sein, hieß es vom Fußballbund. 

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