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Umbau in Hamburg : Scandlines-Fähre verlässt Stralsund

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach den Querelen um zu schwere Schiffe denkt Reederei auch über symbolischen Neuanfang nach

Die zweite der beiden neuen Fähren für die Reederei Scandlines hat gestern die P+S-Werft in Stralsund in Richtung Hamburg verlassen. Die 169 Meter lange Fähre „Copenhagen“ soll am Freitag in Hamburg eintreffen und dann bei Blohm+Voss umgebaut werden. Bereits Mitte Mai war das Schwesterschiff „Berlin“ zum Umbau nach Hamburg geschleppt worden.

Die Reederei denkt unterdessen über eine Umbenennung der beiden Fähren nach. In den vergangenen drei Jahren sei so viel passiert, sagte eine Scandlines-Sprecherin. Ein Namenswechsel könne für einen Neubeginn stehen. Entschieden werde eine Umbenennung aber erst mit dem Umbau.

Ursprünglich sollten die beiden Schiffe bereits ab 2012 auf der Ostsee-Route zwischen Rostock und dem dänischen Gedser eingesetzt werden. Bis heute ungelöste Gewichtsprobleme verzögerten die Fertigstellung und waren im August 2012 der letzte Auslöser für die Insolvenz der vorpommerschen P+S-Werften.

Die Reederei hofft, das erste Schiff mit der Saison 2015 auf der geplanten Strecke einsetzen zu können. Allerdings hat der Umbau des ersten Schiffes noch nicht begonnen, weil der Vertrag mit der Hamburger Werft erst nach Inspektion des zweiten Schiffes abgeschlossen werden soll.

Scandlines war nach der Insolvenz 2012 zunächst vom Kauf zurückgetreten. Die Fähren gingen dann Ende Januar 2014 für knapp 32 Millionen Euro an die Reederei – rund ein Sechstel des ursprünglich vereinbarten Kaufpreises von 184 Millionen Euro. Scandlines will die Fähren nun umbauen lassen, damit diese auch bei Niedrigwasser Gedser anlaufen können.

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