zur Navigation springen

Auch Laage betroffen : Piloten: Jetzt wird gestreikt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Piloten der Tochter Germanwings starten heute nicht. Etwa 15 000 Passagiere betroffen

Tausende Passagiere der Lufthansa-Tochter Germanwings müssen zum Ende der Sommerferien wegen eines Pilotenstreiks ihre Reiseplanung ändern. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) macht ihre Streikdrohung heute Vormittag wahr. Zuvor waren die Verhandlungen mit Lufthansa im Streit um die Übergangsrente für die Flugkapitäne gescheitert. Es sei vorstellbar, dass es in den kommenden Tagen immer mal wieder zu ähnlichen Ausständen kommen könnte, sagte ein VC-Sprecher.

Nach Germanwings-Angaben werden von den 164 Flügen an allen deutschen Flughäfen, die in den Streikzeitraum heute zwischen 6 und 12 Uhr fallen, 116 gestrichen. Etwa 15 000 Passagiere könnten daher wegen des Ausstands ihren Flug nicht antreten. Auch der Flughafen Rostock-Laage ist betroffen. Der für den Mittag geplante Flug nach Stuttgart sei gestrichen, sagte gestern eine Flughafensprecherin. Die Maschine werde auch nicht aus Stuttgart kommend in Rostock landen. Nach derzeitigem Stand der Informationen sei der Abendflug nach Köln nicht betroffen. Bundesweit betroffen sind vor allem innerdeutsche Flüge. Hingegen sollen die Verbindungen in Urlaubsgebiete stattfinden. Der Schwerpunkt der German-wings-Verbindungen ist in Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg und Berlin. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt/Main gibt es heute keine Germanwings-Flüge.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass wir den Streik nicht abwenden können. Es entsteht der Eindruck, dass für die VC der Streik bereits beschlossene Sache war“, sagte gestern Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens. Lufthansa und die Tochter Germanwings würden sich nun vor allem darauf konzentrieren, die Auswirkungen eines Ausstands zu begrenzen. Hintergrund des Konflikts bei Europas größter Airline ist der Streit um die Übergangsrente für die 5400 Piloten bei Germanwings, Lufthansa und Lufthansa Cargo. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Die aktuelle Regelung zur Übergangsrente will die Airline bis 2016 beibehalten, um ausreichend Zeit für Verhandlungen zu haben.

Der Streit um die Übergangsrente hatte bereits im April zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte geführt. Rund 3800 Flüge fielen aus, betroffen waren an den drei Tagen 425 000 Fluggäste.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen