Stromerzeugung : Öko-Energie: MV rückt auf Platz 3

1 von 2

Nordosten im Spitzenfeld beim Länder-Ranking / Branche geht auf Touristiker zu

svz.de von
26. November 2014, 20:44 Uhr

Ein Land unter Öko-Strom: MV ist bei der Nutzung erneuerbarer Energien ins bundesweite Spitzenfeld aufgestiegen. In einem gestern in Berlin vorgestellten Länder-Vergleich der Agentur für erneuerbare Energien (AEE) konnte sich der Nordosten um drei Plätze auf Rang drei verbessern – nach Bayern und Baden-Württemberg. Zwischen Boizenburg und Binz habe der Anteil an der Stromerzeugung mit 51 Prozent und am Primärenergieverbrauch mit 26,5 Prozent den höchsten Stand aller Bundesländer erreicht, ermittelte die Agentur.

Besonders positiv wird die Politik zur Nutzung von Bioenergie, verstärkt auch zur Nutzung von Erd- und Umweltwärme bewertet. Beim technologischen und wirtschaftlichen Wandel werden dem Nordosten die größten Erfolge aller Bundesländer bescheinigt – bei fast allen Indikatoren liege MV in der Führungsgruppe, so die Agentur. Auch bei der Vermeidung von Hemmnissen wurde MV das beste Zeugnis aller Bundesländer ausgestellt. Vor allem die Windenergienutzung konnte „überproportional“ gesteigert werden, heißt es in der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW). „Stark ausbaufähig“ sei hingegen die Nutzung von Sonnenenergie. In der Studie wurden 60 Einzel-Indikatoren wie etwa die politische Förderung der erneuerbaren Energien, die Anzahl der Unternehmen und Arbeitsplätze in diesem Bereich oder die Ausgaben für Forschung und Entwicklung analysiert.

„Ein großer Erfolg für unser Land“, erklärte Rudolf Borchert, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion gestern. Die Ergebnisse der Studie würden „viel Rückenwind für MV als Land der erneuerbaren Energien“ geben.

Indes will die Windkraftbranche die Planungen für neue Windparks vorantreiben. Ein Ausbaupause, wie am Wochenende vom neuen Aktionsbündnis „Freier Horizont“ gefordert, dürfe es nicht geben, sagte Carlo Schmidt vom Windenergienetzwerk MV gestern in Rostock. Das hieße Stillstand. Im Streit um den weiteren Windkraftausbau werde die Branche auf die Tourismuswirtschaft zugehen und sich kompromissbereit zeigen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen