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Nordic-Werft: Zweite Stena-Fähre vor Probefahrt

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Vier Monate nach der Auslieferung der ersten Großfähre für die schwedische Reederei Stena Line geht das Schwesterschiff von der Wismarer Nordic-Werft aus am Donnerstag kommender Woche (16. September) auf dreitägige Probefahrt. Für Ende September sei dann die Übergabe an den Eigentümer geplant, sagte Nordic-Sprecherin Tina Mentner am Dienstag der dpa. Die Daten für die Taufe, die nicht in Wismar über die Bühne gehen wird, und für die Jungfernfahrt stünden noch nicht fest.

Nach der Auslieferung der Fähre werde die Zahl der an Schiffen arbeitenden Beschäftigten im September „einmalig leicht“ nach unten gehen, sagte Mentner. Von Oktober an werde diese Zahl kontinuierlich bis in den Dezember hinein wieder ansteigen. Die hänge mit den Arbeiten an dem 100-Millionen-Euro-Spezialtanker für den russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel zusammen. Nordic beschäftigt nach Worten Mentners derzeit 600 Mitarbeiter am Standort Wismar und 100 in Warnemünde. Deren Verträge seien unbefristet.

Für 500 weitere Mitarbeiter gibt es eine Absichtserklärung. Sie sollen einem Ende Mai geschlossenen Beschäftigungspakt zufolge eingestellt werden, sobald weitere Projekte an Land gezogen werden.

Fernziel sind 1600 Jobs auf den Werften. Werfteneigner Witali Jussufow hatte Mitte August von „mehreren konkreten Projekten in der Auftragspipeline“ gesprochen. Die Wadan-Werften hatten vor der Insolvenz rund 2400 Mitarbeiter.

In den vergangenen Tagen war das vor der Warnemünder Werft liegende halbe Containerschiff auf das Trockendock gelegt worden. Das Schiff war vor der Wirtschaftskrise von der Rostocker Reederei Laeisz bei der Nordic-Vorgängerin Wadan-Werft bestellt worden. Laeisz hatte die Bestellung des Schiffs mit der Baunummer 163 im Zuge der Wadan- Insolvenz storniert. Die Verlegung ins Trockendock habe ausschließlich mit dem Schutz des Schiffes vor Korrosion zu tun, betonte Mentner. Ein Weiterbau sei gegenwärtig nicht in Sicht.

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erstellt am 07.Sep.2010 | 10:06 Uhr

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