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P+S-Werften : Nordic bessert Angebot nach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Investitionsprogramm von 15 Mio. Euro geplant / Auch Maschinenbauer interessiert

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 07:55 Uhr

Die Suche nach einem Käufer für die insolvente Volkswerft in Stralsund könnte kurz vor Fristablauf Ende April doch noch ein gutes Ende finden. Die in russischem Besitz befindliche Nordic Yards GmbH mit Werften in Wismar und Warnemünde legte am Freitag ein neues Übernahmeangebot für Stralsund vor. Vor allem im Offshore-Bereich würden in den kommenden Jahren Milliarden investiert. „Daher planen wir eine strategische Kapazitätserweiterung“, begründete Jürgen Wollny, Geschäftsführer der Nordic Yards, am Sonnabend das bestehende Interesse.

Zudem gibt es einen weiteren Interessenten aus dem Bereich Maschinenbau, der einen Kauf des Werft-Grundstücks erwägt. Nach Informationen des NDR-„Nordmagazins“ plant dieser eine große Industrieansiedlung. Allerdings werde dafür eine besonders tiefe Fahrrinne benötigt. Kostenverhandlungen der Ausbaggerung liefen bereits mit dem Bund. Stralsund sei aber nicht der einzige Standort, für den sich das Unternehmen interessiert.

Das Angebot von Nordic beinhaltet die Übernahme zum 1. Mai 2014 und ein Investitionsprogramm von 15 Millionen Euro. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Nordic Yards hatte bereits vor Monaten sein Interesse an dem Schiffbaustandort bekundet, mit dem Angebot vor allem wegen fehlender Beschäftigungsgarantien keinen Erfolg gehabt. Das Land als größter Gläubiger verlangte klare Zusagen.

Nordic will nun in Stralsund bis Ende 2014 250 Werftarbeiter beschäftigen, die Mitarbeiterzahl aber bis 2016 verdoppeln. Das Unternehmen steht laut Wollny in der Endphase von Vertragsverhandlungen mit verschiedenen Kunden zum Bau von weiteren Konverter- und Umrichterplattformen.

Heute kommen in der Schweriner Staatskanzlei Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) mit Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann zusammen, um über die Zukunft der Volkswerft zu beraten.

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