Hauptstadtflughafen : MV zahlt gefeuertem Manager Millionen

In Berlin entlassen, in MV gefördert: Jochen Großmann
In Berlin entlassen, in MV gefördert: Jochen Großmann

svz.de von
15. Juni 2014, 15:10 Uhr

In Berlin steht der frühere Technikchef des neuen Hauptstadtflughafens, Jochen Großmann, unter Korruptionsverdacht – in Mecklenburg-Vorpommern erhält seine Firma für ein Windkraftprojekt Millionen an Fördermitteln. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin erklärte dazu am Wochenende: „Wir fördern keine einzelnen Unternehmer, sondern Unternehmen und Projekte. Die bisher zu erbringenden Verpflichtungen seitens des Unternehmens für eine Förderung wurden geleistet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen werden wir gegebenenfalls prüfen, ob dies Auswirkungen auf das laufende Projekt hat.“ Die Dresdner Ingenieurgruppe Gicon von Großmann hatte Anfang Mai angekündigt, sie wolle 2015 im Ostsee-Windpark EnBW Baltic 1 vor dem Darß ein neuartiges schwimmendes Offshore-Fundament für Windkraftanlagen installieren. Der Prototyp werde derzeit in Stralsund gebaut. MV förderte das Projekt mit 5,25 Millionen Euro. Großmann, dem Bestechlichkeit vorgeworfen wird, hat der Staatsanwaltschaft zufolge kein Geständnis abgelegt. Großmanns Büro sprach von einer Vorverurteilung.

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