Infrastruktur : MV steckt Millionen ins Radwegenetz

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Verkehrsministerium schaltet kostenfreien digitalen Routenplaner frei

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28. März 2015, 08:02 Uhr

Besser Rad fahren in MV: Ein neuer Radweg zwischen Käselow und Gadebusch an der B 104, Rövershagen und Gelbensande an der B 105, zwischen Wöbbelin und Neustadt-Glewe an der L 071, zudem der Ausbau des Müritz- und des Oder-Neiße-Radweges – das Land baut 2014 für 40 Millionen Euro das Radwegenetz in MV aus. Ab April soll erstmals ein internetbasierter Radroutenplaner online gehen.

Mindestens 17 Neubauprojekte sollen entlang von Bundes- und Landesstraßen begonnen werden, teilte das Verkehrsministerium mit – für knapp elf Millionen Euro. Mehr als doppelt so hohe Investitionen würden dem Wirtschaftsministerium zufolge im touristische Radwegenetz erfolgen. Derzeit lägen 51 Förderanträge vor. MV sei eine der beliebtesten Radreiseregionen, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Daher werde weiter in den Ausbau der touristischen Infrastruktur investiert. Mit hohem Aufwand: In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten habe MV mehr als 240 Millionen Euro in den Bau von Radwegen gesteckt und damit die Sicherheit für Radfahrer erhöht, erklärte Bernd Sievers, Rad-Experte des Verkehrsministeriums mit. Radfahrer könnten im Land 5100 Kilometer touristische Routen und 1900 Kilometer straßenbegleitende Wege nutzen, so das Wirtschaftsministerium.

Ab April erstmals mit einem digitalen Routenplaner: Der günstigste Weg zur Arbeit oder zur Schule, die Radtour am Wochenende oder im Urlaub – damit könnten Radfahrer jeden Weg und jeden Steig, der sich für’s Radfahren eigne, in ihre individuelle Routenplanung einbeziehen, erklärte Streckenplaner Sievers gestern. Das seit einem Jahr erarbeitete System führe alle verfügbaren Daten verschiedener Verwaltungen und Verbände über alle für den Radverkehr nutzbaren Straßen zusammen und basiere auf 345 000 Streckenabschnitten in MV. Museen, Spielplätze, Hotels, Restaurants: Der Routenplaner verweise zudem auf verschiedenste Ausflugsziele – insgesamt 3075 touristische Ziele. Das System gehe zunächst in den Probebetrieb und solle weiter vervollkommnet werden – mit Anschlüssen zum öffentlichen Personenverkehr und Routen für den sichersten Schulweg. Das Verkehrsministerium forderte Nutzer dazu auf, Hinweise für einen noch anwenderfreundlicheren Betrieb des Planers zu geben. Ab 2016 solle das System auch über eine App erreichbar sein. Der Online-Routenplaner werde ab 1. April zunächst mit einem begrenzten, ab 1. Juni mit einem unbegrenzten Zugang freigeschaltet.  

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