zur Navigation springen

Boris Becker als Käufer? : Mercedes: Autohäuser neu sortiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Standorte stehen zum Verkauf - Käufer sind in Sicht

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Unruhe bei den Mercedes-Niederlassungen in MV und Schleswig-Holstein: Der Autohersteller ordnet seine Vertriebsstrukturen neu.

Wie Konzernsprecherin Konstanze Fiola unserer Zeitung bestätigte, wurden gestern in den MB-Niederlassungen Schwerin und Rostock sowie in Kiel und Lübeck die Mitarbeiter informiert. „Die heute zur Region Ostsee gehörenden Standorte werden künftig als Vertriebsdirektion Ostsee geführt“, antwortete Fiola auf Anfrage. „In einer zweiten Phase sollen die Mercedes-Häuser in Kiel, Bad Oldesloe, Mölln, Schwerin, Valluhn, Rostock, Rostock-Schutow und Upahl zum Verkauf angeboten werden.“ Dies sei Teil einer Strategie: „Ziel ist es, in einem weitestgehend gesättigten deutschen Markt langfristig wirtschaftlich und profitabel agieren zu können und somit Arbeitsplätze zu sichern.“ Zu den Maßnahmen zählten Fusionen und damit die Schaffung von Vertriebsdirektionen, aber auch die Veräußerung einzelner Standorte. Potenzielle Käufer sind in MV rar. Aussichtsreichster Kandidat ist neben Autohaus Boris Becker der in Güstrow ansässige Händler BrinkmannBleimann (sieben Standorte in MV sowie in Geesthacht) mit rund 430 Mitarbeitern und 132 Millionen Euro Jahresumsatz. Der Vorsitzende Geschäftsführer Knut Brinkmann zeigte sich überrascht: „Da wissen Sie mehr als ich. Wenn Mercedes-Benz aber auf uns zukommt, werden wir uns Gesprächen nicht verschließen. Wir kennen und schätzen die Kollegen sehr.“

Konzernsprecherin Fiola betonte, Daimler suche nur Unternehmer mit Top-Reputation. „Tariftreue und dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg stehen dabei ganz oben. Bevor wir Verträge schließen, prüfen wir unsere Partner genau nach einem bewährten Regelwerk.“ Wann etwas zum Verkauf stehe, hänge vom Verlauf der Gespräche mit dem Betriebsrat ab. „Fest steht, dass wir uns an bestehende Verträge halten. Eine Veräußerung von Niederlassungen wird es also nicht vor dem Jahr 2016 geben.“ Die Veräußerung einzelner Standorte jedoch wie auch die Fusion zu Niederlassungsverbünden sei sofort möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen