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Hauptversammlung bei Nordex : Mehr Geschäfte mit Südamerika

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hauptversammlung bei Nordex in Rostock / 300 Aktionäre bekommen ein positives Bild des Unternehmens

Der Windkraftanlagenbauer Nordex will künftig seine Geschäfte in Südamerika ausbauen. Schon heute verkaufe Nordex primär in Uruguay mit einigem Erfolg, sagte Vorstandschef Jürgen Zeschky gestern auf der Hauptversammlung in Rostock. Auch in Chile werde Nordex aktiv sein. „Diese Länder haben einen ungestillten Hunger nach Energie und zahlen für Strom aus heimischen Kraftwerken gutes Geld.“

In den USA habe sich Nordex nur bescheidene Ziele gesteckt und könne so selektiv agieren. „Ich würde nicht so weit gehen, diese Strategie Rosinen picken zu nennen, aber dem härtesten Wettbewerb gehen wir so aus dem Weg.“ Insgesamt liege der Umsatzanteil Amerikas schon bei 18 Prozent.

Zeschky zeichnete vor 300 Aktionären ein positives Bild seines Unternehmens. „Der Markt und die Öffentlichkeit feiern Nordex derzeit für die erfolgreiche Ergebniswende“, so Zeschky. Der Aktienkurs habe mit rund 16 Euro den Höchstkurs der zurückliegenden Monate erreicht. Nach einem guten ersten Quartal hatte Nordex seine Prognose für 2014 angehoben. So werde nun ein Auftragseingang von 1,5 bis 1,7 Milliarden und ein Umsatz von 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro erwartet.

Die Ebit-Marge für 2014, also das Verhältnis von operativem Ergebnis zum Umsatz, wird laut Zeschky zwischen vier und fünf Prozent liegen. Das Unternehmen habe das Potenzial, „mittelfristig mehr als eine fünfprozentige Marge zu verdienen“. Nordex werde sein Produktionswerk in Rostock für rund 25 Millionen Euro ausbauen. Dort sind rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt wolle Nordex bis 2016 rund 50 Millionen Euro in die Umsetzung seiner Kerntechnologie „Rotorblatt“ investieren, kündigte Zeschky an.

Hintergrund sind die größeren Dimensionen der Rotorblätter und der dazugehörigen Werkzeuge, die den Umbau der bestehenden Produktionshallen notwendig machen. Im vergangenen Jahr konnte Nordex auf wichtigen Märkten wie Deutschland, der Türkei, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien seine Marktanteile teils deutlich ausbauen. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge weltweit unter den Top 10 der Hersteller. 2013 war der Umsatz um 64 Prozent auf 424,5 Millionen Euro nach oben geschnellt, der Auftragseingang stieg sogar um 71 Prozent auf 562 Millionen Euro. Nach zwei verlustreichen Jahren war das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte vor Zinsen und Steuern 44,3 Millionen Euro verdient. Dabei war nach Worten Zeschkys fast unbemerkt geblieben, dass das profitable Servicegeschäft um 22 Prozent auf 145 Millionen Euro gewachsen war. Der Ausbau des Services sei ein zentraler Punkt der Firmenstrategie. „Hier können wir uns differenzieren, Kunden binden und am Ende unser Ergebnis heben.“

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