Forschung MV : Lupinen als Bienenfutter

Andenlupinen sollen für Bienen besonders interessant sein.
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Andenlupinen sollen für Bienen besonders interessant sein.

Forschungsprojekt in Groß Lüsewitz: Anbau von Hülsenfrüchten soll Honigsammler vor Hunger retten.

svz.de von
22. Juni 2016, 06:00 Uhr

In Groß Lüsewitz bei Rostock untersuchen Forscher derzeit, ob Bienen mit dem Anbau heimischer Hülsenfrüchte unterstützt werden können. Dazu werden auf 56 Hektar Versuchsfeldfläche Lupinen, Klee-Gras und Bohnen angebaut, wie das Julius-Kühn-Institut am Dienstag mitteilte. Die Forschungen seien wichtig, da Bienen als Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen dazu beitragen, die biologische Vielfalt in Ökosystemen zu sichern.

Allerdings bestehe nach der Blütezeit von Obstbäumen oder Raps die Gefahr der Unterversorgung der Tiere. Diese sogenannte Trachtlücke gelte es zu vermeiden. In der Folgezeit müsste andere Nahrungspflanzen angeboten werden, um die Tiere zu schützen und den Ertrag zu sichern, sagte Bernd Hackauf vom Julius-Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Insbesondere die landwirtschaftlich genutzten Hülsenfrüchte - wie Blaue, Weiße und die selten gewordene Gelbe Lupine - verwandelten das Groß Lüsewitzer Versuchsfeld derzeit in ein buntes Blütenmeer. So kann untersucht werden, ob der verstärkte Anbau heimischer Hülsenfrüchte den Bienen zu Gute kommen kann.

Die fachliche Unterstützung erhalten die Kulturpflanzen-Forscher vom Bienenzuchtzentrum Bantin am Schaalsee. Wie der Vorsitzende des Landesverbandes der Imker in MV, Torsten Ellmann, sagte, steht die Erweiterung des Nahrungsangebots für die Bienen ganz oben auf der Wunschliste der Imker an die Landwirtschaft.

Nach Angaben der Forscher des Julius-Kühn-Instituts könnte für Bienen und andere Insekten die Andenlupine interessant sein. Sie komme mit den hiesigen Klimabedingungen bestens aus und könne bis zum Eintreten der ersten Nachtfröste im Herbst blühen.

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