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Prozess : Løkkevik weist Vorwürfe zurück

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Investor der Yachthafenresidenz Hohe Düne, Per Harald Løkkevik, hat gestern vor dem Landgericht Rostock Vorwürfe des Sozialversicherungsbetrugs zurückgewiesen.

svz.de von
erstellt am 22.Jan.2014 | 21:20 Uhr

Der Investor der Yachthafenresidenz Hohe Düne, Per Harald Løkkevik, hat gestern vor dem Landgericht Rostock Vorwürfe des Sozialversicherungsbetrugs zurückgewiesen. Laut Anklage soll er zusammen mit zwei Angestellten polnische Arbeiter als Scheinselbstständige beschäftigt haben. Dabei sei den Sozialversicherungsträgern ein Schaden von knapp 300 000 und den Finanzbehörden von knapp 90 000 Euro entstanden. Er habe zu keinem Zeitpunkt bewusst gegen Gesetze verstoßen, sagte Løkkevik. Die Staatsanwaltschaft will heute eine Erklärung abgeben.

Løkkeviks Anwalt verwies auf eine Einschätzung des Rentenversicherungsträgers als Fachbehörde, die ein vorsätzliches Verhalten weder von Løkkevik noch von den beiden Mitangeklagten habe erkennen können. Zudem hätte der Norweger als Geschäftsführer eines im Aufbau befindlichen Hotels strategische Entscheidungen etwa über Finanzfragen zu treffen gehabt. Da könne nicht erwartet werden, dass er sich ums operative Geschäft bis hin zu Gärtnern oder Zimmermädchen kümmert.

Løkkevik erklärte, es sei ihm auch keine Prüfung seitens der Finanzbehörden oder der Arbeitsagentur bekannt, in der es Hinweise auf Fehlverhalten gegeben hätte. Er verwies darauf, dass er als Geschäftsführer auf den konkreten Einsatz der Arbeitskräfte keinen Einblick gehabt habe. In seiner knapp einstündigen Erklärung betonte Løkkevik, dass er auch nie Anweisungen zur illegalen Beschäftigung gegeben habe. Es habe auch nie entsprechende Gespräche gegeben. Auch die Mitangeklagten wiesen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück.

In den kommenden Wochen werden zu diesem Themenkomplex noch zahlreiche Zeugen gehört. Erst wenn das Verfahren wegen des möglichen Sozialversicherungsbetrugs abgeschlossen ist, wird sich das Gericht dem Komplex Subventionsbetrug zuwenden. Prozessbeobachter gehen von vielen Monaten Prozessdauer aus.


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