Pleite P+S-Werften : Letzte Vernehmung im Ausschuss

Kräne auf der insolventen Volkswerft in Stralsund
Kräne auf der insolventen Volkswerft in Stralsund

Im Untersuchungsausschuss zur Pleite der P+S-Werften soll heute die Zeugenvernehmung abgeschlossen werden.

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22. Juni 2015, 08:00 Uhr

Im Untersuchungsausschuss zur Pleite der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast soll heute die Zeugenvernehmung abgeschlossen werden. Geladen sind Innenminister Lorenz Caffier (CDU), Finanzstaatssekretär Peter Bäumer (parteilos) und ein Abteilungsleiter aus dem Wirtschaftsministerium. Der Vorsitzende Jochen Schulte (SPD) geht davon aus, dass die Ausschussmitglieder keine weiteren Zeugenwünsche haben.

In den vergangenen zwei Jahren befragten die Ausschussmitglieder 54 Zeugen, davon 14 zweimal und drei sogar dreimal: den einstigen Werftenbeauftragten im Wirtschaftsministerium, Rüdiger Möller, Michael Axhausen von der Beratungsgesellschaft KPMG und den Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium, Hanns-Christoph Saur. Die Zeugenanhörungen boten manche Überraschung, etwa als Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) über ein Gutachten im Auftrag des Landes berichtete, das erhebliche Fehler im Sanierungsgutachten von KPMG für die beiden Werften in Stralsund und Wolgast aufdeckte.

Auf dem Gutachten von Anfang 2010 basierten die Hilfen des Landes für P+S. Das Land hat mit der Pleite rund 270 Millionen Euro verloren. Genau steht die Summe noch nicht fest, da das Insolvenzverfahren noch läuft. Der Untersuchungsausschuss soll klären, ob das Land vermeidbare Fehler bei seiner Unterstützung für P+S gemacht hat.

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