zur Navigation springen

Windkraftwerke auf See : Leistung von zehn Atomkraftwerken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2015 | 13:31 Uhr

Windkraftwerke auf See sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende in Deutschland. Weil der Wind auf dem Meer stetiger und häufiger weht als an Land, liefern die Windräder auf See mehr Strom und sind besser ausgelastet. Sie gelten als „grundlastfähig“, wie Atom- und Kohlekraftwerke, können also den Sockel der Stromversorgung absichern.

Bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im vergangenen Jahr wurden die Ausbauziele für die Offshore-Windenergie reduziert.

Bis zum Jahr 2020 sollen Windkraftwerke mit einer Leistung von 6,5 Gigawatt in Nord- und Ostsee installiert werden, bis 2030 sind 15 Gigawatt vorgesehen. Das entspräche ungefähr der Leistung von zehn großen Atomkraftwerken wie in Brokdorf. Das sind keine Minimalziele, sondern Obergrenzen, ein so genannter „harter Deckel“. Damit sollen die Kosten und damit der Strompreis unter Kontrolle bleiben.

Bis Ende dieses Jahres werden rund drei Gigawatt installiert sein, das sind ungefähr 800 Windkrafträder. Die weitaus meisten davon stehen in der Nordsee. Ein durchschnittlicher Windpark kostet rund eine Milliarde Euro, ist aber wegen der hohen Einspeisevergütung von 19 Cent je Kilowattstunde trotzdem wirtschaftlich attraktiv. Die Industrie will die Baukosten für Windkraftwerke in den kommenden Jahren um rund 40 Prozent senken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen