zur Navigation springen

Schäden deutlich geringer : Kunstwerke Opfer von Buntmetalldieben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit sinkendem Kupferpreis hat sich Zahl der Diebstähle in MV fast halbiert

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2014 | 20:45 Uhr

Die Schäden durch Buntmetalldiebstähle haben sich in MV seit 2012 fast halbiert. Auch die Zahl der Diebstähle verringerte sich, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Rampe bei Schwerin mitteilte. Der Rückgang falle mit dem seit 2012 sinkenden Kupferpreis zusammen, erläuterte LKA-Sprecherin Steffi Grüschow. Zuvor sei die Nachfrage auf dem Weltmarkt um ein Vielfaches gestiegen. „Alt-Kupfer wurde recycelt, Buntmetall wurde zu einem beliebten Diebesgut“, sagte sie. Noch immer sei das Interesse an Buntmetall bei den Langfingern aber hoch. 2012 wurden 1423 Diebstähle bei der Polizei angezeigt, 2013 waren es noch 902. Die Tendenz sei weiter fallend. Der Schaden sank stärker – von rund 3,61 Millionen Euro 2012 auf 1,83 Millionen im vorigen Jahr. 2012 wurden 502 Tatverdächtige ermittelt – u. a. 448 Deutsche und 43 Polen. 2013 waren es noch 334 Tatverdächtige.

Dem LKA zufolge sind alle Branchen von den Diebstählen betroffen, die in größeren Mengen über Buntmetall verfügen. Dazu zählte die Sprecherin das metallverarbeitende Gewerbe wie Klempnerbetriebe, das Transportgewerbe mit Bahnanlagen und Stromleitungen sowie die Telekom. Von Gebäuden ließen die Diebe Regenrinnen oder Heizungsrohre mitgehen. Sogar Kunstwerke wurden Opfer, wie 2011 in Schwerin eine 84 Kilogramm schwere Heinrich-Schliemann-Büste, die zersägt im Schrott gefunden wurde. Die Deutsche Bahn, die Telekom AG und der Energieversorger RWE meldeten für 2012 bundesweit einen Rückgang der Buntmetalldiebstähle um fast 40 Prozent auf 2400 Fälle. 2011 waren es noch 3800 Fälle.

Allerdings erhöhten sich die Schäden bei den Unternehmen um 10 Prozent auf insgesamt rund 58 Millionen Euro.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen