Industriepark Göhrener Tannen : Kunststofffirma investiert in Schwerin

Der europaweit agierende Verschluss-Spezialist Procap lässt im Industriepark Göhrener Tannen für 26 Millionen Euro neue Betriebsstätte errichten.

svz.de von
07. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Der Luftfahrtzulieferer FlammAerotec, der Automobilzulieferer PTS Precision, der Weltkonzern Nestlé mit seinem Kaffeekapselwerk: Der Industriepark Schwerin mit einer Gesamtfläche von immerhin rund 224 Hektar konnte schon mehrere gewichtige Ansiedlungen vermelden. Nun kommt mit dem Kunststoff-Produzenten Procap eine weitere dazu.

Am Montag werden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums im Industriepark die Erschließungsarbeiten für die Neuansiedlung starten. Vom kommenden Jahr an will Procap dann in einem ersten Bauabschnitt nach Ministeriumsangaben voraussichtlich 26 Millionen Euro investieren.

„Ich freue mich, dass sich ein weiteres großes Unternehmen für diesen Standort entschieden hat. Nach Jahren des Stillstands geht es nun bei der Vermarktung der Flächen voran. Das Vorhaben ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe (CDU).

Procap, nach eigenen Angaben einer der führenden europäischen Hersteller von Kunststoffverschlüssen, hatte erst im April dieses Jahres die Schoeller Cap Systems in der Landeshauptstadt übernommen. Neben dem Vertriebsbüro verfügt das Unternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg seitdem erstmals auch über eine eigene Produktionsstätte in Deutschland. Zu den derzeit bereits vorhandenen 45 Arbeitsplätzen in Schwerin sollen nach der Verlegung der Betriebsstätte in die Göhrener Tannen 17 weitere kommen.

Procap produziert Verschlüsse für Verpackungen von festen und flüssigen Lebensmitteln, Chemikalien, Kosmetik und pharmazeutischen Erzeugnissen. Die drei größten Märkte für derartige Verschlüsse befinden sich dem Unternehmen zufolge in Großbritannien, Frankreich – und Deutschland. Der Markt hier sei durch einen hohen Innovations- und Marketinganspruch gekennzeichnet, der neue Standort erlaube, besser auf diese Bedürfnisse zu reagieren und lokalen, regionalen und internationalen Kunden einen noch besseren Service zu bieten, so das Unternehmen. Außerdem ließen sich so Lieferzeiten und Kosten optimieren.

„Der neue Standort Schwerin fügt sich ideal in die Strategie von Procap ein. Wir wollen künftig den Norden Deutschlands, den skandinavischen Raum sowie die östlichen Anrainer-Staaten mit unseren Produkten beliefern“, sagte der Geschäftsführer von Procap Schwerin Harry Briese. Mit der Übernahme des Standortes würde sich zudem die Kundenkette des Unternehmens erweitern – aus MV kämen beispielsweise die Darguner Brauerei, Wesergold mit seiner Betriebsstätte in Dodow oder die Güstrower Schlossquelle dazu.

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