Beschäftigungsrekord : Koalition: Wirtschaft boomt

Die Wirtschaft brummt wie lange nicht.
Die Wirtschaft brummt wie lange nicht.

Regierung rechnet nach Konjunkturplus mit Beschäftigungsrekord / Hoffnung auf Wachstum auch in MV

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13. Februar 2014, 07:52 Uhr

Deutschland steuert nach Ansicht der Bundesregierung dank eines kräftigen Wirtschaftsaufschwungs auf einen Beschäftigungsrekord zu. Nach dem gestern vom Kabinett in Berlin beschlossenen Jahreswirtschaftsbericht rechnet die Koalition für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 Prozent. Damit hebt die Regierung ihre bisherige Prognose um 0,1 Prozentpunkte an. Für 2015 wird dann ein Plus von 2,0 Prozent erwartet.

Nach einem mageren Zuwachs von zuletzt nur 0,4 Prozent zieht die Konjunktur wieder deutlich an. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte: „Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt.“ Wachstumsmotor sei die Binnenwirtschaft. Mit der Prognose bleibt die Bundesregierung aber eher vorsichtig. Einige Ökonomen sagen ein stärkeres Wachstum für Europas größte Volkswirtschaft voraus.

Von dem Aufschwung profitieren der Arbeitsmarkt sowie die Staats- und Sozialkassen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern nähren die guten Konjunkturprognosen die Hoffnungen auf Wachstum und mehr Beschäftigung. „Die Daten sind alle sehr gut. Unser Land hat an Wirtschaftskraft gewonnen, die Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr sind positiv“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD)gestern anlässlich einer Gesprächsrunde mit Unternehmern und Wissenschaftlern, zu der die Arbeitsagentur Nord nach Schwerin eingeladen hatte.

Agenturchefin Margit Haupt-Koopmann äußerte sich ebenfalls zuversichtlich, dass 2014 der positive Trend am Arbeitsmarkt im Nordosten seine Fortsetzung findet. „Auch kleinere Firmen merken, dass die Ablehnung von Aufträgen wegen Kapazitätsmangels die schlechtere Alternative ist“, sagte sie. Im Jahr 2013 war die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahresdurchschnitt erstmals unter 100 000 gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs bei geringem Wirtschaftswachstum aber nur unterdurchschnittlich um 0,6 Prozent auf etwa 517 000 Stellen.

Sowohl Sellering als auch Haupt-Koopmann nannten die Sicherung des Fachkräftebedarfs als eine der wichtigsten Aufgabe im neuen Jahr. Sellering appellierte an die Unternehmer, auch Jugendlichen mit weniger guten Schulnoten eine Chance zu geben. Zudem gelte es, Spitzenkräfte im Land zu halten. „Machen Sie den jungen Menschen gute Angebote. Bieten Sie ihnen Perspektiven, sorgen Sie für weitere Qualifizierung, schaffen Sie eine gemeinsame Identität“, appellierte er an die Vertreter der Wirtschaft. Zudem forderte er, das Potenzial älterer Arbeitnehmer besser zu nutzen und damit auch der unverändert hohen Langzeitarbeitslosigkeit der Über-50-Jährigen zu begegnen.


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