Stralsund : Kein neuer Bewerber für P+S-Werft

svz.de von
24. März 2014, 20:20 Uhr

Die Bemühungen um den Verkauf der Stralsunder P+S-Werft kommen nur langsam voran. Trotz des Aufschubs zum Verkauf gibt es bislang neben New Global Wind und den Nordic-Werften keinen neuen Interessenten für den Stralsunder Schiffbaubetrieb, wie gestern aus Gläubigerkreisen zu erfahren war.

Unterdessen seien aber Versuche gestartet, die tatarische Ak Bars-Holding wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen. Die Tataren hatten mit der Zusicherung von 500 Arbeitsplätzen das bislang beste Angebot für die im Sommer 2012 pleitegegangene Werft abgegeben, sich aber im November 2013 auf Druck von Moskau aus dem Bieterverfahren zurückgezogen. Von der Insolvenzverwaltung hieß es nur: „Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann ist mit mehreren Interessenten aus dem In- und Ausland im Gespräch“.

Die Nordic-Werften, die nach dem Zuschlag der Fähren an Scandlines im Januar zunächst ein weiteres Kaufinteresse an der Werft offengelassen hatten, sind nun wieder in laufenden Gesprächen mit Brinkmann.

Die Werftengruppe aus Wismar und Rostock hatte zuletzt drei Millionen Euro geboten und wollte zudem auch keine Beschäftigungsgarantien abgeben. Dieses wie auch das Angebot der Hamburger Windkraftinvestmentfirma New Global Wind wurden vom Gläubigerausschuss als nicht ausreichend bewertet.

Der Umbau der zu schweren Scandlines-Fähren ist offenbar schwieriger als gedacht. Die nordeuropäischen Werften, die Interesse am Umbau der beiden Schiffe haben, hätten um mehr Zeit für die Erstellung eines Angebotes gebeten, sagte eine Scandlines-Sprecherin gestern. „Wir räumen ihnen diese Zeit ein, weil wir wissen, wie schwer die Aufgabe ist.“ Ziel sei es, noch im April einen Vertrag über den Umbau zu unterzeichnen.


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