Minister Harry Glawe : In MV brummt die Wirtschaft

Minister Glawe mit dem Wirtschaftsbericht 2012
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Minister Glawe mit dem Wirtschaftsbericht 2012

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26. November 2014, 07:40 Uhr

Glaubt man dem Schweriner Wirtschaftsministerium brummt in Mecklenburg-Vorpommern die Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent. „Das ist eine der höchsten Raten in Deutschland“, sagte der CDU-Politiker bei der Präsentation des Wirtschaftsberichts 2014.

Von der wirtschaftlichen Entwicklung profitiere vor allem auch der Arbeitsmarkt. „Die Perspektiven, im eigenen Land einen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz zu finden, haben sich deutlich verbessert“, so Glawe. Heute gebe es etwa 550 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern. Vor zehn Jahren waren es noch etwa 512 000. Die Erwerbslosenquote hatte vor Kurzem mit 9,9 Prozent die niedrigsten Stand seit 1991 erreicht.

Wesentlicher Grund für die positive Entwicklung seien die Neuansiedlungen. So investierte Nestlé in Schwerin 220 Millionen Euro in ein Werk zur Herstellung von Kaffeekapseln und in die Schaffung von 450 Arbeitsplätzen. Zu den Neuansiedlungen gehört beispielsweise auch die Aqvida GmbH in Dassow. Das Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen investierte 11,7 Millionen Euro für die Schaffung von 26 Arbeitsplätzen. Die AcryliCon Polymers GmbH in Neustadt-Glewe investierte 9,5 Millionen Euro und sorgte damit für 18 Arbeitsplätze. Das Unternehmen stellt Kunstharze für den Bausektor her.

Am heutigen Mittwoch will Glawe in den Niederlanden um Investoren werben. Unternehmer aus Holland hätten bereits etwa 3000 Jobs im Land geschaffen. Die Niederlande sind nach Russland und Schweden der drittwichtigste Außenhandelspartner des nordöstlichen Bundeslandes.

Künftig wird das Wirtschaftsministerium stärker auf neue Technologien setzen. 168 Millionen Euro sollen bis 2020 für die wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung ausgegeben werden.

Mecklenburg-Vorpommern wird in der kommenden Förderperiode wegen seiner positiven Wirtschaftlichen Entwicklung nicht länger Höchstfördergebiet in der EU sein. „Unternehmen werden dennoch bestmöglich unterstützt“, versprach Glawe. Für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen stehen in der neuen EU-Förderperiode bis 2020 etwa 311 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) zur Verfügung

Obwohl die Fördersätze gesenkt werden, will das Land verstärkt für den Wirtschaftsstandort werben. Dafür werde mit drei Millionen Euro bis 2020 mehr Geld zur Verfügung gestellt. In den sieben Jahren davor seien es zwei Millionen Euro gewesen.

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