Bauen und Wohnen : Immobilien-Boom an der Küste

Neu geschaffene Wohngebiete wie das Petriviertel in Rostock sind sehr gefragt.
Neu geschaffene Wohngebiete wie das Petriviertel in Rostock sind sehr gefragt.

In Rostock und Schwerin nimmt die Nachfrage nach Wohnraum zu.

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04. November 2015, 21:00 Uhr

Der Boom auf dem Immobilienmarkt an der Küste hält nach Angaben des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) an. Auch in Rostock und Schwerin nimmt die Nachfrage nach Wohnraum zu, wie der IVD Nord am Mittwoch in Rostock mitteilte. Das wirke sich auf die Preise aus: Im Schnitt verteuerten sich Baugrundstücke, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent.

Allerdings gebe es eine Differenz zwischen den Kernstädten wie Rostock und den Feriengebieten am Wasser einerseits und der Fläche andererseits. Dort sei nur mit stabilen oder gar sinkenden Preisen zu rechnen. Jedoch sei der Preisanstieg auch in Tourismusgebieten nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren. Angesichts fehlender Anlagealternativen, steigender Mieten und einem historisch niedrigen Zinsniveau bleibe die Motivation, in „sicheres Betongold“ zu investieren, hieß es.

Die mit 10 Prozent größten Preissteigerungen verzeichnete der Verband für gute Einfamilienhäuser und einfache Eigentumswohnungen in Rostock. Ein Quadratmeter Eigentumswohnung in guter Lage mit guter Ausstattung koste 1300 Euro, in Toplagen vereinzelt 4000 Euro.

Vergleichbare Wohnungen kosten in Schwerin pro Quadratmeter 1550 Euro, in Bad Doberan 2600, in Heringsdorf 3800 Euro, in Neubrandenburg und Wismar 1300 Euro je Quadratmeter. In Warnemünde seien es 3000 Euro, in Toplagen bis zu 8000 Euro je Quadratmeter.

Gebrauchte freistehende Einfamilienhäuser in guter Lage mit 150 Quadratmetern Wohnfläche kosten in Rostock durchschnittlich 320 000 Euro, in Schwerin 250 000, in Graal-Müritz 310 000, in Güstrow 170 000 und in Neubrandenburg 190 000 Euro. Für das gleiche Objekt zahlt man in Heringsdorf oder Warnemünde 525 000 oder 600 000 Euro.

Der Verband kritisierte, dass im Ferienland Mecklenburg-Vorpommern das Landesbaurecht nur eine eingeschränkte Nutzung von Eigentumswohnungen in allgemeinen Wohngebieten als Ferienwohnungen erlaube. Daher gebe es einen Wertverlust von bis zu 50 Prozent bei Eigentumswohnungen, die ehemals als Ferienwohnungen genutzt wurden. Der Verband forderte „mehr Augenmaß für das praktische Leben“.

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